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"Führen" auf Chinesisch

Buch Führen auf Chinesisch  

Seit 2007 trägt Daniel F. Pinnow den Ansatz der systemischen Führung der Akademie für Führungskräfte auch in chinesische Unternehmen: Neben seiner Lehrtätigkeit als Associate Professor für Leadership und Management an der Capital University for Economics and Business in Peking trainiert er regelmäßig chinesische Führungskräfte in "Führen auf Deutsch" und setzt so "Samen" deutscher Führungskultur, Führungswerte und -Ethik in Asien. Sein Buch "Führen – worauf es wirklich ankommt" wurde als erstes deutsches Managementbuch in China veröffentlicht. Laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes Asia Pulse fehlen China in den nächsten 15 Jahren 75.000 Führungskräfte, um den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes durchzuhalten.

Daniel F. Pinnow ist überzeugt, allein durch Personalimporte lässt sich diese Lücke nicht schließen. "Denn ausländische Manager haben viel zu sehr mit der Sprache, den mentalen Unterschieden und der kulturellen Vielfalt zu kämpfen, um einen guten Job zu machen. Und gerade die jungen chinesischen Top-Führungskräfte verfügen zwar über Wissen und Talent, aber die wenigsten haben ausreichend Führungserfahrung, um mit dem Tempo ihrer eigenen Wirtschaft richtig Schritt zu halten."

In mehrtägigen Seminaren bereitet Pinnow chinesische Direktoren, Geschäftsführer und Vorstände auf diese heraufordernden Aufgaben vor und führt sie ein in die Welt der systemischen Führung. Er lenkt den Blick der Manager weg von der einzelnen Führungskraft oder vom einzelnen Problem auf das Gesamtsystem und dessen sachliche, personale und zeitliche Beziehungen.

Pinnow: "Führen in China – viel zu schnell verweisen wir Europäer bei vermeintlichen Defiziten auf Mao und seine Form des Kommunismus. In unseren Augen fehlt den Chinesen eine Leadership-Tradition, weil der Kommunismus den Individualismus nicht zulässt. Doch dabei übersehen wir, dass die konfuzianische Lehre, die jeder Manager, der in China groß geworden ist, verinnerlicht hat, in China immer noch sehr stark ist. Systemisches Denken ist in Peking darum ebenso brandneu wie uralt."



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