Systemisches Führen heißt: Führen mit dem Gespür für
Wirkungszusammenhänge und der Gewissheit, dass nichts ist wie es
scheint. Nur wer sich selbst lesen und verstehen kann, weiß, wie er
mit anderen in Beziehung treten kann. Nur so wird Führung effektiv.
In
vielen Jahren Training-, Beratungs- und Entwicklungsarbeit hat die
Akademie für Führungskräfte einen Ansatz entwickelt, welcher der
Komplexität der Welt von Managern und Führungskräften gerecht wird,
ohne in Beliebigkeit zu verfallen. Der systemische Ansatz zeigt
Zusammenhänge auf, hinterfragt Abhängigkeiten und lässt Beziehungen
nutzbar werden. Auch wenn Trainer und Berater der Akademie in allen
Führungsfragen stets das Umfeld, die Organisation und ihre
Schnittstellen im Blick haben, entlassen sie Führungskräfte dennoch
nicht aus ihrer Verantwortung: Nicht Methoden, Programme oder Modelle
können für Ziele, Werte und Ideale stehen. Das können nur
Menschen. Was liegt näher, als sich dieser Hebel zu bedienen, um
wirkliche Veränderungen herbeizuführen?
Führungskräfte müssen eine ganze Menge managen, kontrollieren,
entscheiden, anstoßen und bewegen. Alles auf einmal und mit gleicher
Leidenschaft. Management-Vordenker Peter Drucker hat stets betont,
dass eine Führungskraft zu allererst sich selbst führen muss. Das
stimmt. Leider ist es damit nicht getan. Führungskräfte sind mit all
ihrem Wollen, Können und Tun immer Teil verschiedener Systeme:
„Mein Team, mein Unternehmen” fällt vielen Managern spontan
ein. Und im zweiten Atemzug: „Meine Familie, meine Freunde, mein
Umfeld”. Und dann ist jede Führungskraft nicht zuletzt ein eigenes
System für sich, ein Hochofen voller Gefühle, Pläne und guter
Absichten. Nur wer versteht, dass jede Führungsaktion
– vom persönlichen Gespräch im Vorbeigehen bis zur
Arbeit am Strategieprozess – Zusammenspiel
verschiedener miteinander kommunizierender Systeme entsteht, kann
ausgeglichen führen. Zugegeben, ein hoher Anspruch. Mit weniger
sollten sich Führungskräfte allerdings nicht zufriedengeben. Erst
recht nicht, wenn es um Bildung und Entwicklung geht. Deshalb stehen
Akademie-Teilnehmer nicht als Manager und Führungskräfte im
Mittelpunkt, sondern als Menschen. Das macht die Seminarkonzeption und
-durchführung nicht leichter. Aber effektiver.
Das Führungsleitbild der Akademie setzt auf sieben
Kernkompetenzen, die eine Führungskraft mitbringen muss, wenn sie
im Kräftequadrat „ Ich selbst – mein
Unternehmen – mein Team und meine Mitarbeiter
– mein Umfeld” bestehen will. Erfolg hat, wer
sich nicht mit Fehlschlägen und Fehlern aufhält, sondern
zukunftsorientiert nach vorne schaut, Entscheidungen trifft und
Verantwortung übernimmt. Damit dieses Handeln und Entscheiden auch
im Einklang mit anderen Systemen, Lebenswelten und Mitmenschen stehen
kann, muss die Führungskraft in Kontakt mit anderen sein, das
eigene Denken und Tun reflektieren und vor allem gut kommunizieren
können. All das geht nur, wenn sie nicht nur mit Zahlen, Daten,
Fakten lenken und leiten kann, sondern auch der Gefühlsebene
Achtung und Beachtung schenkt. Alles andere als einfach. Aber ein
weites Feld, auf dem man sich bewähren kann.
Systemisches Denken lässt sich nicht mit starren Lehrplänen
vermitteln. Seminare der Akademie sind so geplant und abgestimmt, dass
die Teilnehmer ihre Fallbeispiele, ihre Erfahrungen und ihre
Herausforderungen nutzen, um gemeinsam mit der Gruppe und den Trainern
neue Konstellationen zu sehen, neue Chancen zu entdecken und
übersehene Stärken besser zu nutzen. So ist jedes Seminar ein
Unikat. Eine neue Reise, bei der das Ziel feststeht, die Route aber
variabel bleibt, und sich das Tempo individuell nach den Ansprüchen
und Wünschen der Teilnehmer richtet. Das erfordert fundierte
Seminarpädagogik und kleine Trainingsgruppen. Genau das dürfen
Sie von uns erwarten.
Nichts ist klar. Weder das Problem noch die Lösung. Wer
Führungskräften den Spiegel im Spiegel vorhalten möchte und
sie ihre Rolle, ihre Position, ihre Entscheidungen, ja sogar ihre
Persönlichkeit hinterfragen lässt, muss nicht nur gute Nerven
haben. Ebenso gefragt sind Disziplin, Kommunikationsstärke und
gutes Timing. Ein Seminar ist kein Debattierclub. Die Teilnehmer
erwarten praxisgerechte Lösungen und Denkanstöße, die sich in
handfeste Taktiken und konsequente Strategien umsetzen lassen. Nur wer
Werkshallen, Chefetagen und Großraumbüros oft genug von innen
gesehen hat, weiß, was Führungskräfte brauchen. Die Trainer
der Akademie für Führungskräfte nutzen ihre eigenen
Erfahrungen aus Management und Führung, um neue Ideen, Ansätze
und Paradigmen zu erklären. Deshalb sind sie so überzeugend.