Akademie-Studie 2010 Akademie-Studien Führungswissen - Die Akademie

Akademie-Studie 2010

Kreativität und Führung. Wunsch, Wirklichkeit oder Widerspruch?  

 

Deutsche Managerinnen und Manager zweifeln nicht an ihrer Kreativität. Auf die Frage „Sind sie kreativ?“ antworten 81,1 Prozent klar und deutlich: „Ja“. Auf die Frage, wie kreativ denn ihr Vorgesetzter oder ihre Vorgesetzte seien, antworten die Teilnehmer dieser Studie schon zurückhaltender. Nur 60,7 Prozent möchten ihren Chef als kreativen Menschen bezeichnen. Das ist das Ergebnis der Akademie-Studie 2010 „Kreativität und Führung. Wunsch, Wirklichkeit oder Widerspruch?“. Dazu hat die Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft (Überlingen / Bad Harzburg) Antworten von 604 Führungskräften ausgewertet. Erstmals vorgestellt wurden die Ergebnisse der Umfrage auf der Fachmesse „Zukunft Personal“ am 12. Oktober 2010 in Köln.

 

Insgesamt schätzen sich Frauen eher als kreativ ein als Männer. So ist die Zuschreibung kreativer Eigenschaften in der Gruppe der Frauen unter vierzig Jahre mit 88,3 Prozent am stärksten und bei der Gruppe der Männer über vierzig mit 78,6 Prozent am geringsten ausgeprägt.

 

Fest steht, dass die Mehrheit (86,5 Prozent) Kreativität bei der täglichen Arbeit für sehr wichtig hält. 65,9 Prozent sind davon überzeugt, dass man nur dann als Führungskraft Erfolg haben kann, wenn man selbst ein kreativer Mensch ist. Dementsprechend glauben 66,4 Prozent, dass im Umkehrschluss unkreative Führungskräfte zwangsläufig auch unkreative Organisationen hervorbringen. Die gute Nachricht: Kreativ sein kann man lernen. Zumindest glauben das 63,4 Prozent der Befragten. Dass Kreativität angeboren sei, nehmen nur 32,7 Prozent an. 

 

Keine Weltspitze: Deutsche Führungskräfte zählen ihre Unternehmen im internationalen Vergleich nicht zur Innovationselite.

 

Nur eine Minderheit von 17,3 Prozent hält deutsche Unternehmen für besonders kreativ. 21,5 Prozent halten deutsche Unternehmen eher für unkreativ. Die Mehrheit (54 Prozent) kann oder will sich keine Einschätzung erlauben.

 

So wundert es nicht, dass in der Liste der Unternehmen, denen die Führungskräfte ein Höchstmaß an „Organisational Creativity“ zuschreiben, kein deutsches Unternehmen vertreten ist. Unangefochten wird Apple am meisten genannt, wenn nach kreativen Unternehmen gefragt wird (50 Nennungen), gefolgt von Google (42 Nennungen) und Ikea (9 Nennungen). Auf Platz vier landet dann mit BMW das erste deutsche Unternehmen; es muss sich diesen Platz aber mit 3 M teilen (jeweils 8 Nennungen).

 

Alle Ergebnisse der Akademie-Studie 2010 können Sie hier herunterladen.

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