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Budgetierung

Zum Begriff "Budget"
Der Begriff des "Budgets" wird in der unternehmerischen Praxis unterschiedlich interpretiert. Im Folgenden soll unter Budget ein Plan verstanden werden, der:

- die Ressourcen einer betrieblichen Organisationseinheit bestimmt,
- für einen bestimmten Zeitraum zur Aufgabenerfüllung dient,
- einen eigenständigen Verantwortungsbereich umfasst und
- durch eine verbindliche Vereinbarung definiert wird.

Das Budget als Ergebnis eines Budgetierungsprozesses (Budgetierung) wird dabei häufig nach den funktionalen Teilbereichen gegliedert z.B.:

Zum Begriff "Budgetierung"
Hier soll unter Budgetierung (Budgeting) ein Prozess verstanden werden, der alle Aktionen im Rahmen der Erstellung, Genehmigung, Durchsetzung und Kontrolle von Budgets umfasst. Die Budgetierung stellt ein elementares Abstimmungsinstrument zwischen Management und Controlling dar. Es wird dabei zwischen der operativen und der strategischen Budgetierung unterschieden.

Die operative Budgetierung beinhaltet die Aufstellung, Vorgabe und Kontrolle kurzfristiger (bis 1 Jahr) Budgets. Sie beinhaltet damit die vollständige mengen- und wertmäßige Zusammenfassung der erwarteten, geplanten Ziele der zukünftigen Planungsperiode.

Die strategische Budgetierung basiert auf Plänen zur langfristigen Existenzsicherung. Die geplanten Ziele und Maßnahmen sind dabei - bezogen auf einen längerfristigen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren - vollständig in wertmäßige Größen zu überführen.

Mit der Budgetierung sind besonders die folgenden Zielsetzungen verbunden:

- Setzen von realistischen Zielen,
- Motivation und Identifikation der Mitarbeiter,
- Abstimmung der Teilpläne,
- Maßstäbe zur Leistungsmessung durch Vorgabe definierter Sollgrößen
(Kosten, Erträge u.a.),
- Kontrolle der Zielerreichungsgrade,
- Ermittlung des künftigen Zahlungsmittelbedarfs (Finanzplan).

Die Budgetierung als Instrument zur Steuerung eines Unternehmens setzt eine vorhergehende Phase der Planung voraus. Hierzu werden für messbare Leistungen Produkt- und Faktoreinsatzmengen bestimmt. Für nicht messbare Größen werden andere Teile des Budgets direkt festgelegt (z.B. für Werbung oder Verwaltung).

Die Budgetierung wird im allgemeinen mehrstufig vorgenommen. Um die Gefahr einer zu kurzfristigen Unternehmenspolitik zu vermeiden, müssen aber die kurzfristigen Budgetvorgaben mit den langfristigen strategischen Unternehmenszielen im Einklang stehen. Ferner ist darauf zu achten, dass alle Sparten-, Funktions- und Abteilungsbudgets sowohl horizontal als auch vertikal aufeinander abgestimmt werden und nicht in Widerspruch zueinander stehen.

Ein Budget kann auch flexibel aufgestellt werden, falls die Leistungen zum Zeitpunkt der Budgeterstellung noch nicht feststehen. Die budgetierten Leistungs- und Kostenwerte werden dann nicht in festen Beträgen, sondern in Abhängigkeit von der erbrachten Leistung definiert.

Neben der Aufstellung von flexiblen Budgets kann es sich im Hinblick auf die Unsicherheit über den Eintritt zukünftiger Entwicklungen unter Umständen empfehlen, für verschiedene Umweltzustände und Planungen die Konsequenzen in Form von hypothetischen Simulationen durchzuspielen (verlängerter Planungszeitraum, höhere Kosten).

Um den Finanzmittelbedarf zu ermitteln, benötigt man zur Aufstellung des Finanzbudgets alle (nicht nur die betriebsbedingten) erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen.

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Advance 02/18
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