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Business-Plan

Der Business-Plan enthält Zielvorgaben für zukünftige Perioden und ist damit als Vorschaurechnung zu charakterisieren. Grundlagen sind ggf. die Daten aus der bestehenden Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung oder Schätzwerte bei Neuprojekten. Ein Business-Plan enthält alle unternehmensrelevanten Teilpläne mit Budget- bzw. Planungswerten (siehe Budgetierung).

Ausgangspunkt ist ähnlich wie bei der Budgetierung der Umsatzplan, darauf und untereinander abgestimmt sind Bestandsplan, Produktionsplan (mit Personal-, Instandhaltungs- und Investitionsplan), Beschaffungsplan, Auszahlungs- und Einzahlungsplan (Liquiditätsplan), Finanzplan und Kreditplan. Ziel ist der Erfolgsplan mit Darstellung einer nachhaltigen Rentabilität.

Darüber hinaus sind aber auch Informationen und verbal beschreibende Ergänzungen über inner- und außerbetriebliche Einflüsse enthalten wie z.B. über

- strategische Ausrichtung der Geschäftsfelder,
- Produkt-Struktur,
- Markt-Situation,
- Konkurrenz-Situation,
- Konjunktur-Einflüsse,
- nationale und internationale Einflüsse,
- regionale Strukturentwicklung,
- Mitarbeiter-Potential,
- Chancen-Risiko-Einschätzung,
- operativer Maßnahmen-Katalog.

Business-Pläne können sehr komplex sein, zumal sie ein umfassendes Bild über ein bestehendes oder noch zu gründendes Unternehmen vermitteln sollen, um die Tragfähigkeit schlüssig zu dokumentieren.

Zahlenorientierte Planungsverfahren:

Die meisten Business-Pläne haben einen Planungshorizont von vier bis fünf Jahren (umfangreichere Investitionen werden für einen längeren Zeitraum geplant). Dabei sollen die Aktivitäten und Ergebnisse des laufenden und folgenden Geschäftsjahres so genau geplant werden, dass die Planbilanz mit der tatsächlichen Bilanz am Ende des entsprechenden Geschäftsjahres weitgehend übereinstimmt, während die Aktivitäten und Ergebnisse der folgenden drei Geschäftsjahre nur grob geplant werden.

Planvorgaben werden in der Regel vom Marketing/Vertrieb geliefert. Sie gehen in den Umsatzplan ein, der darüber Auskunft gibt, welche Produkte in welchen Mengen zu welchen Preisen umgesetzt werden können. Auf dieser Grundlage werden alle anderen Pläne bis hin zum Erfolgsplan erstellt. Wird während dieses Planungsverfahrens erkannt, dass der Beschaffungsplan nicht zu erfüllen ist, weil beispielsweise wichtige Rohstoffe fehlen, oder dass der Investitionsplan unrealistisch ist, weil dadurch die Liquidität gefährdet wird, beginnen die Planungsarbeiten von vorn, bis alle Teilpläne "harmonisch" sind.

Adressaten von Business-Plänen sind insbesondere:

- Kreditgeber, Bürgschaftinstitutionen,
- Venture Capitalists, Beteiligungsgesellschaften,
- Gesellschafter, Shareholder.

Typische Situationen, in denen Business-Pläne vorzulegen sind, wären:

- Strategische Neuorientierung
- Gründung neuer Unternehmen
- Outsourcing und Spin-Off-Projekte
- Sanierungs- oder Insolvenz-Situationen

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