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Engpass-Analyse

Die Engpass-Analyse ermöglicht, die betriebswirtschaftlich sinnvollste Lösung zu finden, wenn weniger produziert werden kann, als sich absetzen lässt. Mit ihrer Hilfe können im Hinblick auf Produktionszeit und Kosten jene Produkte ausgesucht werden, die den maximalen wirtschaftlichen Erfolg versprechen.

Für die Produktionsplanung kann die Engpass-Analyse entscheidend sein, da Vollkostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung allein nicht ausreichen, um die erfolgversprechendsten Produkte zu ermitteln.

Vorgehensweise mit der Engpass-Analyse

Die Deckungsbeitragsrechnung ist die Grundlage der Engpass-Analyse, um den Beitrag des jeweiligen Produktes zur Kostendeckung ermitteln zu können:

  1. Errechnung der absoluten Deckungsbeiträge
  2. Ermittlung der Zeit, die zur Herstellung der verschiedenen Produkte erforderlich ist
  3. Errechnung der relativen Deckungsbeiträge
  4. Bildung der Produktreihenfolge nach der Höhe der relativen Deckungsbeiträge und Aufnahme der ersten Produkte dieser Rangfolge in das Produktionsprogramm, bis die Kapazität der Engpassstufe erschöpft ist

wobei der relative Deckungsbeitrag pro Mengeneinheit (ME) sich wie folgt errechnet:

relativer Deckungsbeitrag = (absoluter Deckungsbeitrag / ME) / (Produktionszeit / ME)

Beispiel Ermittlung des optimalen Produktionsprogramms

Die absoluten Deckungsbeiträge dreier Produkte ergeben folgende Reihenfolge:

Produkt absetzbare Menge (Stk.) Deckungsbeitrag (EUR/ME) Deckungsbeitrag (EUR)
A 3.000 40 120.000
B 2.000 20 40.000
C 6.000 10 60.000
11.000 220.000

Es tritt ein Engpass von 2.000 Produktionsstunden auf.

Folgende Zeit wird zur Herstellung der Produkte benötigt:

Weil: Ausbringungsmenge / h = h / (Ausbringungszeit / ME)  ergeben sich folgende Mengen:

Produkt Zeitbedarf (h/ME) Ausbringung (ME/h)
A 0,2 5,0
B 0,5 2,0
C 0,1 10,0

Relativer Deckungsbeitrag je Produktionsstunde

Nach obiger Formel erhält man:

Produkt Zeitbedarf (h/ME) absoluter Deckungsbeitrag (EUR/ME) relativer Deckungsbeitrag (EUR/ME)
A 0,2 40 200
B 0,5 20 40
C 0,1 10 100

Optimale Produktionsmenge nach Stunden

Die Produkte werden nach der Höhe ihrer relativen Deckungsbeiträge geordnet. Dabei werden dieser Rangfolge (A, C, B) gemäß alle absetzbaren Produkte in das Produktionsprogramm aufgenommen, wie es die Produktionsstundenkapazität zulässt.

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