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Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist der Oberbegriff für verschiedene Darstellungsarten von Zahlungsströmen im Unternehmen (Bestandsdifferenzbilanz, Bewegungsbilanz, Cash-Flow-Statement). Häufig wird aber unter Kapitalflussrechnung erst die Weiterentwicklung der Bewegungsbilanz verstanden, in der korrespondierende Aktiva- und Passiva-Positionen zu einem sog. „Fonds“ zusammengefasst werden. Dessen Zu- und Abgänge machen dann den eigentlichen Kapitalfluss aus. Am häufigsten werden die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel dargestellt, wobei folgende drei Bereiche unterschieden werden:

  1. Laufende Geschäftstätigkeit,
  2. Investitionstätigkeit und
  3. Finanzierungstätigkeit.

Das zugehörige Rechenschema stellt sich folgendermaßen dar:

+/-  Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit  
+/-  Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit
+/-  Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit
=    Veränderung der liquiden Mittel
+    Anfangsbestand der liquiden Mittel
=    Endbestand der liquiden Mittel

Diese Darstellungsform der Kapitalflussrechnung ermöglicht zunächst eine separate Darstellung von Bindung und Freisetzung liquider Mittel einer Periode. Darüber hinaus ist auch erkennbar, wie sich die Veränderung der liquiden Mittel zusammensetzt.
Ferner sind durch weitere Strukturierung detailliertere Analysen möglich. In der Regel wird die Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgehend vom Jahresüberschuss oder besser vom Cash-Flow dargestellt. Subtrahiert man vom aus der laufenden Geschäftstätigkeit den Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit, erhält man einen sog. „Free Cash-Flow“, der anzeigt, inwieweit die Investitionen einer Periode durch Einzahlungsüberschüsse im operativen Bereich finanziert wurden. Der Free Cash-Flow ist auch eine beliebte Kennzahl bei Shareholder-Value-Betrachtungen und in der Unternehmensbewertung.

Überarbeitung durch das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

Ein überarbeitetes Schema einer zahlungsstrom-orientierten Kapitalflussrechnung hat in Deutschland das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) erarbeitet, das im wesentlichen von den Schemata nach IAS (No. 7) und US-GAAP (SFAS No. 95) abgeleitet wurde.
(Siehe: Cash-Flow-Statement)

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