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Leverage-Effect

Der Leverage-Effect ist auf den ersten Blick ein widersprüchliches Phänomen (Paradoxon). Die Eigenkapitalrentabilität (d.h. dessen Verzinsung in Form von Gewinnerzielung) kann nämlich u.U. gesteigert werden, indem man Eigenkapital durch Fremdkapital ersetzt, d.h. die Verschuldung zunimmt.
Dieser Vorgang ist eigentlich (wegen der höheren Fremdkapital-Abhängigkeit) zunächst risikoreich - andererseits ergeben sich aber auch Chancen.
Bei zunehmendem Austausch (Substitution) von Eigenkapital durch Fremdkapital und einem steigenden Verschuldungsgrad bei gleichbleibendem, steigt die Eigenkapitalrendite zunächst deutlich an, solange die Gesamtkapitalrendite größer als der Fremdkapitalzins ist. Entsprechen sich Gesamtkapitalrendite und Zinssatz, so ist auch die Eigenkapitalrendite konstant, und erst bei einer Gesamtkapitalrendite unter dem Fremdkapitalzins wird ein Sinken der Eigenkapitalrendite bis hin zu negativen Werten sichtbar.

Positiver Leverage-Effect

Hieraus lässt sich erkennen, dass genau dann eine Rendite-Chance (positiver Leverage-Effect) besteht, wenn die Gesamtkapitalrendite größer als der Fremdkapitalzinssatz ist und ein Rendite-Risiko entsteht, wenn der Zinssatz die Gesamtkapital-Rendite (siehe auch Return-on-Investment (ROI)) übersteigt. Es ist allerdings zu beachten, dass dieser Effekt in der Praxis nur kurz- bis mittelfristig funktioniert, da eine langfristig hohe Fremdkapital-Abhängigkeit nicht zu unterschätzen ist.

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Advance 02/18
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