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Management-Informations-System (MIS)

Management-Informationssysteme sollen mit EDV-Unterstützung das hohe Aufkommen von komplexen Transaktionen und inflationären Datenmengen (automatisch) Führungsdaten filtern.

Die ersten Management-Informationssysteme (70er Jahre) waren überwiegend Datenbankauswertungen, um Reports und Bewegungsdaten (Umsätze, Auftragseingänge usw.) darzustellen und zu verdichten. Diese Aufgabe der 'Komplexitätsreduktion' besteht nach wie vor.

Die wesentlichen Anforderungen an ein MIS sind:

  • periodisches, standardisiertes Berichtswesen (Reporting),
  • schnelle Verfügbarkeit auf allen Managementebenen,
  • Verdichtung und Zentralisierung führungsrelevanter Informationen der wesentlichen Geschäftsprozesse,
  • größtmögliche Datenaktualität.

Die einst eingetretene Ernüchterung dieses schon älteren MIS-Gedankens war in den damaligen EDV-Datenbank-Systemenmit unzureichendem Speichervermögen und Prozessorleistungen begründet. Nach Beseitigung der informationstechnologischen Engpässe fiel man ins andere Extrem und überschüttete das Management mit Daten, was nicht unbedingt dasEntscheidungsverhalten verbesserte.

Mitte der 80er Jahre wurde ein neuer Anlauf in dieser Richtung unternommen, wobei die Begriffe 'Management-Support-System' oder 'Executive Information System' gewählt wurden. Die weitere Entwicklung ging dann allerdings in Richtung 'IntegrierterControlling-Systeme', wobei Daten für alle Fach- und Führungsebenen zur Verfügung gestellt werden.

Als vielversprechende Weiterentwicklungen des MIS-Gedankens sind heute Knowledge-Base-Konzepte und vor allem das Data-Warehouse im Gespräch, wo nicht nur Zahlen, sondern auch verbale und grafische Handlungs-, Kommunikations- und Prozessinformationen abgerufen werden können.

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Advance 02/18
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