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Management-Support-System (MSS)

Unter Management-Support-System (Management-Unterstützungssystem) oder Executive-Information-System (EIS) versteht man den Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnologien (IT) zur Unterstützung des Managements in Fach- und Führungsfragen. Die Grundidee ist so alt wie der betrieblich genutzte EDV-Einsatz, scheiterte aber anfänglich wegen unzureichender Speicher- und Prozessorleistungen der Hardware sowie fehlender Datenbank-Tools. Zwischenzeitlich bestehen derartige Hindernisse nicht mehr und das Interesse an MSS ist wieder geweckt.

Daten-Inputmengen

Die Daten-Inputmengen sind:

Innerbetriebliche Daten wie Finanz- und Rechnungswesen, Kostenrechnung/Controlling, Betriebsdatenerfassung der Produktion (PPS-Systeme), Materialwirtschaft/Logistik (Produktion) oder Warenwirtschaft (Handel), Marketing/Vertrieb sowie Personalstammdaten.

Außerbetriebliche Daten stammen dagegen von außerhalb des Unternehmens (Konjunktur, Markt, Branche) und von Kundenanalysen (Data-Mining).

Weitere Unterscheidungsmerkmale

  • Datenorientierte Systeme mit dem Ziel der Informationsbereitstellung sowie
  • Dialogorientierte Systeme, die zur Entscheidungsfindung aktuelle komprimierte Daten liefern.

Systemkomponenten und Anforderungskriterien

Als mögliche Systemkomponenten und Anforderungskriterien wären hierbei zu nennen:

  • Management-Reporting-Funktion (Soll/Ist-Vergleiche, Abweichungsanalysen),
  • Decision-Support-Tools (z.B. Entscheidungsbaum, Score-Cards),
  • Methoden-Datenbank (z.B. Rechenverfahren zur Investitionsrechnung),
  • mögliche Rückverfolgung (Drill-Down) von Daten zu deren Ursprungswerten,
  • integrierte Benutzerführung zu internen und externen Daten,
  • Prognose-Tools zur Erzeugung von Planwerten,
  • Textverarbeitungs-Schnittstelle oder -Integration,
  • Grafik-Schnittstelle oder -Integration,
  • Groupware-Schnittstelle oder -Integration (Distributed Processing),
  • Internet/Intranet-Anbindung und e-Mail-Funktion,
  • integrierte Verteilerstrukturen (cc-Funktion, Paperclip, mail-to-everyone u.a.)

Im Vordergrund steht die zeitnahe Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen. Durch Sammlung, Verdichtung und Selektion wird die Grundlage eines konsistenten, unternehmensweiten Datenmanagements geschaffen.

MSS-Trends

Weitere Leistungssteigerungen werden von lernenden und neuronalen Systemen erwartet, die voraussichtlich einen großen Einfluss auf zukünftige MSS-Entwicklungen haben werden. Speziell die Konzepte des Data Mining eröffnen vielfältige Möglichkeiten für die Recherche, Aufbereitung und Analyse führungsrelevanter Informationen.

Data-Warehouse-Systeme

Darüber hinaus werden zukünftig auch Multimedia-Bausteine hinzukommen. Grundsätzlich geht aber die derzeitige Entwicklung von MSS-Systemen in die Richtung sogenannter Data-Warehouse-Systeme.

Sie greifen auf unterschiedliche Datenquellen und Datenbanksysteme zu und haben die Aufgabe, Informationen zu sammeln, aufzubereiten, zu analysieren und zu präsentieren. Dabei werden sowohl strukturierte/nicht-strukturierte und interne/externe einbezogen. Sie sind zusätzlich themenzentriert aufzubereiten und regelmäßig zu aktualisieren. Für den Einsatz von Data-Warehouse-Systemen in der Praxis spielen nicht nur Analyse-Tools eine wichtige Rolle, sondern auch geeignete Tools zur Daten-Visualisierung.

Weitere Leistungssteigerungen sind darüber hinaus durch wissensbasierte bzw. Expertensysteme möglich, die als sogenannte Knowledge-Base-Decision-Systeme innovative Ansätze zur Entscheidungsunterstützung liefern.

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