Kontakt Seminare Akademie Forum 2019

Percentage-of-Completion (POC)

Percentage-of-Completion (Prozentualer Grad der Fertigstellung) ist nach IAS und US-GAAP eine zwingend vorgeschriebene Methode zur Bewertung unfertiger Arbeiten (Erzeugnisse), die bei langfristiger Fertigung von mehr als einem Jahr ( z.B. Großbauten, Tunnelprojekte, Schiffe u.a.) auftreten. In der GuV erfolgt dabei eine Gewinnrealisierung entsprechend dem geschätzten Fertigstellungsgrad, d.h. im Verhältnis des angefallenen Aufwands zum geschätzten Gesamtaufwand. Eine weitere zulässige Bezugsbildung ist das Verhältnis von bereits erbrachter Leistung zu der geplanten Gesamtleistung (z.B. in Projektstunden).

Voraussetzung für die Anwendung

Wesentliche Voraussetzung für die Anwendung der POC-Methode ist nach IAS und US-GAAP, dass die künftigen Aufwendungen und Erträge zutreffend geschätzt werden können und eine projektorientierte Kosten- Ertrags-Rechnung vorliegt. Bei einem drohenden Verlust dagegen ist sofort der gesamte erwartete Verlust zu berücksichtigen, während im deutschen Bilanzierungswesen nur anteilige Wertberichtigungen möglich sind. Nach herrschender Meinung ist im deutschen Recht aufgrund des Vorsichtsprinzips die POC-Methode (bislang) nicht zulässig. Es ist aber davon auszugehen, dass im Rahmen einer künftigen europäischen Harmonisierung der IAS-/US-GAAP-Ansatz übernommen wird.

Advance - Online lesen!
ARBEITSZEIT IST LEBENSZEIT
Advance 02/18
Advance lesen
Der Akademie Newsletter
Werden Sie Teil der Akademie Welt

News exklusiv für Abonnenten

Zum Newsletter anmelden: