Kontakt Seminare Akademie Forum 2019

Rechnungsabgrenzung

Rechnungsabgrenzung (RAP) ist ein Instrument der Bilanzerstellung, wenn am “Stichtag” ein zeitliches “Auseinanderfallen” zwischen Ausgabe und Aufwand bzw. zwischen Einnahme und Ertrag vorliegt. Es erfolgt eine Trennung zwischen einem (vorab) getätigten Zahlungsvorgang in der laufenden Periode und der Erfolgswirkung, die eigentlich der Folgeperiode zuzuordnen ist. Diese Trennung ist grundsätzlich in der Steuerbilanz (§ 5 EStG) und in der Handelsbilanz (§ 250 HGB) gesetzlich vorgeschrieben.

Im Einzelnen werden noch unterschieden:

Transitorische RAP

Einnahmen oder Ausgaben erfolgen vor dem Bilanzstichtag und werden erst danach erfolgswirksam (z.B. erhaltene oder gezahlte Mietvorauszahlungen, vorab gezahlte Betriebssteuern, Versicherungen).
Transitorische RAPs werden auf der Aktivseite der Bilanz als aktive RAP (“Ausgabe jetzt - Aufwand später”) oder auf der Passivseite der Bilanz als passive RAP (“Einnahme jetzt - Ertrag später”) ausgewiesen.

Antizipative RAP

Antizipative Rechnungsabgrenzungen werden für Erträge und Aufwendungen gebildet, die wirtschaftlich in das auslaufende Geschäftsjahr gehören, aber erst im Folgejahr als Einnahmen oder Ausgaben zu verbuchen sind. Sie werden in der Bilanz als sonstige Forderungen bzw. sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen und dürfen weder in der Handels- noch in der Steuerbilanz als RAP erscheinen (z.B. erhaltene Kundenanzahlungen, geleistete Honorarvorschüsse an einen Rechtsanwalt).

Advance - Online lesen!
ARBEITSZEIT IST LEBENSZEIT
Advance 02/18
Advance lesen
Der Akademie Newsletter
Werden Sie Teil der Akademie Welt

News exklusiv für Abonnenten

Zum Newsletter anmelden: