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Shareholder-Value

Shareholder-Value bezeichnet frei übersetzt den Wert eines Unternehmens aus der Sicht der Eigentümer (Anteilseigner) und beeinflusst in zunehmenden Umfang die Aktivitäten des Managements. Ziel ist die Schaffung von Steuerungsmöglichkeiten, um eine marktnahe Bewertung der geschäftlichen Chancen und Risiken zu erhalten.

Grundsätzlich ist beim Shareholder-Value-Approach (Ansatz) zwischen zwei Richtungen zu unterscheiden:

Die normative-finanzwirtschaftliche Unternehmensführung mit der Forderung nach konsequenter Ausrichtung des Managements an den finanzwirtschaftlichen (internen) Zielen der Eigentümer (Shareholder), wobei andere Anspruchsgruppen (z.B. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten) nur berücksichtigt werden, wenn dies aus der Sicht der Eigentümer sinnvoll scheint. Die zweite Richtung wäre dann:

Die Methode der unternehmenswert-orientierten Planung mit dem Ansatz der kapitalmarkt-orientierten dynamischen Investitionsrechnung, die Wertsteigerungspotentiale aufzeigt und sowohl für interne als auch für externe Betrachtungen interessant ist.

Dieses aus den USA stammende Konzept wurde dort im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen oder zur (zunächst externen) Bewertung von Unternehmen eingesetzt. Heute wird es gleichermaßen auch im internen Controlling eingesetzt und hat den Stellenwert eines kontinuierlichen Führungs- und Steuerungsinstruments.
Der Wertsteigerungs-Ansatz wurde zunächst für US-Kapitalgesellschaften konzipiert. Verstärkt wird nun versucht, diese Denkweise auch auf deutsche Unternehmen zu übertragen.

Die Kernaussage des Shareholder-Value

Der Shareholder-Value lässt sich nur dann erhöhen, wenn das Unternehmen im Vergleich zu seinen wichtigsten Konkurrenten über Wettbewerbsvorteile verfügt.

Ausgangspunkt von Wertsteigerungsanalysen sind eine Branchenanalyse und die Beurteilung der strategischen Position des Unternehmens innerhalb seiner Branche. Die Wertsteigerungsanalyse ist wesentliches Instrumentarium eines unternehmenswertorientierten Managements.

Bislang wurden zur Ermittlung von “Eigentümerwerten” Methoden oder Kennzahlen wie Eigenkapitalrentabilität oder Kapitalwertmethode eingesetzt, die dann noch um Risiko-Analysen von Kapitalanlagen ergänzt wurden.
Berücksichtigt wurde nunmehr das (völlige) Verlustrisiko der Eigenkapitalgeber dadurch, dass diesen auch eine Entschädigung (Risikoprämie) zusteht bzw. eingefordert werden kann. Neben einer allgemeinen Risikoprämie für das Eigenkapital wird in Abhängigkeit von der konkreten Situation (z.B. Kapitalmarkt-Konjunktur) noch eine geschäftsspezifische Risikoprämie “draufgesattelt”.

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