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Target Costing

Hauptgegenstand des Target Costing (Zielkosten-Rechnung) sind Zielkostenfindung und Zielkostenerreichung. Es lässt sich anhand 5 verschiedener "Approaches" (Ansätze) beschreiben:

1. "Market-into-Company"-Approach

Beim "Market-into-Company"-Approach handelt es sich um die japanische Ursprungsversion des Target Costing. Ausgangspunkt ist der am Markt erzielbare Preis (target price) für ein geplantes Produkt, der durch vorausgegangene Marktanalysen ermittelt worden ist. Von diesem werden nach Abzug des geplanten Gewinns die so genannten "allowable costs" ermittelt.
Diesen werden die so genannten "drifting-costs" gegenübergestellt, die bei der Produkteinführung unter den gegebenen technischen und organisatorischen Bedingungen anfallen würden. Durch Gegenüberstellung von allowable costs und drifting costs erhält man die Zielkosten-Lücke (target cost gap), die angibt, welche Kostensenkungsmaßnahmen vom Unternehmen auf alle Fälle durchzuführen sind, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Der "Market-into-Company"-Approach ist in der Praxis und neuerer Fachliteratur auch der am meisten erwähnte Target-Costing-Ansatz. Die folgenden Ansätze sind eher Hilfs-Instrumente, die nur in besonderen Einzelfällen zum Tragen kommen.

2. "Out-of-Company"-Approach

Bei diesem Zielkosten-Ansatz werden die target costs aus konstruktions- und fertigungstechnischen Funktionen bezüglich der gegebenen Fertigungsbedingungen hergeleitet. Dieser Ansatz wird nur vereinzelt als praktikable Zielkosten-Methode gewählt und zwar dann, wenn das betreffende Unternehmen einem harten Preiswettbewerb ausgesetzt ist und sich eine Kostensenkung an den aktuellen Preis-Produkt-Angeboten der direkten Konkurrenten orientieren muss.

3. "Into-and-Out-of-Company"-Approach

Dieser Ansatz ist eine Verknüpfung der Market-into-Company- und Out-of-Company-Ansätze.

4. "Out-of-Competitor"-Approach

Dieser Ansatz ist meist das Ergebnis von Cost-Performance-Benchmarks. Hierbei werden die Zielkosten so weit wie möglich aus den Kosten "besserer" Konkurrenten abgeleitet.

5. "Out-of-Standard-Costs"-Approach

Bei dieser Variante werden die target costs hinsichtlich der unternehmens- eigenen Randbedingungen (z.B. maschinelle Ausstattung) durch Abschläge aus den eigenen Standardkosten abgeleitet. Es handelt sich hierbei um eine Form der Zielkostenbildung, die nur für unterstützende Bereiche (beispielsweise das Softwaremanagement) verwendet wird.

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