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Vorgehensweisen

Laufende und vergleichende Analyse von Produkten, Prozessen oder Methoden des eigenen Unternehmens mit denen des besten Konkurrenten ("best practice"). Durch den Vergleich sollen effiziente Prozesse und Methoden auch über Branchengrenzen hinweg adaptiert werden, um so Spitzenleistungen in allen Funktionsbereichen zu erzielen. Bei der Auswahl des Vergleichsunternehmens sollte besonders auf die Vergleichbarkeit geachtet werden.

Benchmarking ist somit ein Verfahren des strategischen Controllings. Bei diesem Vergleich werden die Ursachen für die Defizite gegenüber erfolgreicheren Unternehmen aufgedeckt, die eigenen Ziele und Strategien überprüft und Verbesserungspotentiale entwickelt.

Hauptinhalte sind meist folgende:

  • Produkte, Produktionsprogramm
  • Prozesse (insbesondere Auftragsdurchlaufzeiten)
  • Produktivität
  • Qualität u.a.


Vorgehensweisen

Internes Benchmarking:
Gleichartige Abläufe und Tätigkeiten im eigenen Unternehmen (z.B. Angebotserstellung verschiedener Profitcenter) werden miteinander verglichen.

Externes Benchmarking:
Struktur, Angebote und Prozesse (z.B. Kundendienst, Verkauf ) vergleichbarer Unternehmen derselben oder einer geeigneten fremden Branche werden zum Vergleich analysiert, um wenig effiziente Strukturen im eigenen Unternehmen zu erkennen.

Idealerweise wird Benchmarking in interdisziplinären Gruppen mit 7 bis 10 internen/externen Fachleuten durchgeführt (Seminare oder Workshops), um möglichst umfassende Ergebnisse zu erzielen.

Arbeitsschritte z.B.:

  1. Analyse, Strukturierung und Bewertung der eigenen Probleme
  2. Kundenmeinungen analysieren und bewerten
  3. Verbesserungspotentiale erkennen
  4. Ziele und Detaillierung der Untersuchung bestimmen


Informationsquellen sind u.a.:

  • eigene Statistiken und Analysen
  • Kundenbefragungsaktionen
  • Außendienstinformationen
  • Geschäftsberichte, Pressearchive, Datenbanken
  • Branchenübersichten
  • Veröffentlichungen von Berufsverbänden
  • Fachzeitschriften
  • auf Benchmarking spezialisierte Institutionen und Berater



Typische Analyse-Kennzahlen

  • Qualität (Reklamationsquote, Fehlerquoten)
  • Produktivität (Umsatz pro Mitarbeiter, Kosten pro Stunde)
  • Personalkosten in Prozent der Gesamtkosten
  • Durchschnittliche Auftragsdurchlaufszeit, Störungen bei Auslieferung
  • Innovationszyklus, Entwicklungszeit, Time-to-Market


Weitere Aktivitäten im Bechmarkprozess sind dann noch:

  • Kontaktaufnahme mit kooperationsbereiten Vergleichspartnern
  • Sammeln und Auswerten der Informationen aus Partnerunternehmen
  • Ziele und Maßnahmen im eigenen Unternehmen beschließen, bekanntmachen und umsetzen.
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