„Co-Creative Learning“ mit der Akademie-Inhouse

10.08.2020
Lernprozesse sind vor allem dann erfolgreich, wenn sie den Entwicklungsbedarf der Teilnehmenden im Kern treffen und einen konkreten Nutzen für den Arbeitsalltag bringen. Mit dieser Ausrichtung wurde das didaktische Konzept des „Co-Creative Learning“ entwickelt.
Rainer Paszek
Rainer Paszek

Das Co-Kreative Lernen verbindet darüber hinaus zwei Grundbedürfnisse des Menschen, die zugleich wesentliche Elemente nachhaltigen Lernens sind: individuelle Freiheit, also wie und in welchem Umfang gelernt wird, und soziale Verbundenheit im Sinne von gegenseitiger Unterstützung, Wertschätzung und der Akzeptanz von Unterschiedlichkeit. Der gesamte Prozess fügt sich im Sinne des 70-20-10-Ansatzes über eine längere Zeit in den Arbeitsalltag der Teilnehmenden, bei dem sie eine agile Lern- und Arbeitskultur unmittelbar erleben.

Drei Kernelemente bilden die didaktische Grundlage und zeichnen das Konzept aus:

  • Praxisbezug: Der Lernprozess ist immer verbunden mit einem konkreten Arbeitsprojekt.
  • Selbstverantwortung: Die Teilnehmenden gestalten Inhalt und Zeit eigenständig.
  • Unterstützung: In einem klar gestalteten Rahmen über 3 bis 4 Monate hinweg unterstützen sich die Teilnehmenden gegenseitig und werden durch den Trainer professionell begleitet und gecoacht.

Ausgangspunkt des gemeinsamen Lernens ist das, was die Teilnehmenden wirklich bewegt:

  • Welches Potenzial möchte ich noch entfalten? Was ist ein nächster Entwicklungsschritt? (Sog)
  • Was bereitet mir immer wieder Schwierigkeiten? Wo habe ich eine innere Not? (Druck)
  • Was sind die zukünftigen Herausforderungen und Chancen im Unternehmen/am Markt?

Nach einer ehrlichen Bestandsaufnahme wählt jede(r) ein eigenes Thema, welches sich im Laufe der Lernreise häufig durch die Erfahrungen des Praxisprojektes und die regelmäßigen Feedbacks durch Gruppe und Trainer weiterentwickelt. Daraus erwächst ein hohes Engagement des Einzelnen und der Gruppe, das meist über das formelle Ende der Maßnahme hinausreicht.

 

Der Lernprozess gliedert sich in 4 Phasen:

Der skizzierte methodische Rahmen bietet je nach Zielsetzung viele Gestaltungsmöglichkeiten, die im Vorfeld mit dem beauftragenden Unternehmen vereinbart werden:

  • Die Teilnehmenden kommen aus einem Kompetenzfeld (z.B. Vertrieb, HR, Produktentwicklung) und arbeiten als Kollegengruppe oder hierarchieübergreifend miteinander.
  • Es gibt verwandte, personenbezogene Entwicklungsziele, z.B. für neue Führungskräfte oder erfahrene ProjektmanagerInnen, die sich gemeinsam auf eine Lernreise begeben.
  • Crossfunktionale/schnittstellenbezogene Teilnehmergruppen (z.B. entlang der Prozesskette des Unternehmens) fördern neben kreativer Ideenfindung die Vernetzung im Unternehmen über Bereichsgrenzen hinweg.
  • Ein bestehendes Team durchläuft einen gemeinsamen Lernprozess, der damit zugleich eine ressourcenorientierte Teamentwicklung darstellt.

 

Inhaltlich lassen sich viele unternehmensrelevante Themen abbilden, z.B. wertschätzende Zusammenarbeit, Führungskultur, agiles Projektmanagement, Digitalisierung und vieles mehr.

Der Co-Creative-Learning-Prozess eignet sich auch, um aktuelle Herausforderungen oder Projekte des Unternehmens weiterzubringen, indem die Beteiligten in ihrem Arbeitsprozess die Vorteile dieser Struktur nutzen und auf diese Weise Synergien entfalten. Dabei wirken Inhalt und Form des Lernens in die Organisation hinein und leisten einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.