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Die Kolumne

Oh du friedvolle Weihnachtszeit – was tun, wenn der Druck wieder einmal zu groß

Lassen Sie uns gemeinsam ein Bild kreieren:

Es ist Anfang Dezember, Sie sind eine ganz normale Person, weiblich oder männlich ist in dem Fall völlig egal. Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben, haben einen guten Job, einen Partner an Ihrer Seite und zwei wundervolle Kinder. Alles ist so, wie es für Sie sein sollte.

Karin Kaschny
Karin Kaschny

Das Jahr geht langsam zur Neige und Ihre Weihnachtsvorbereitungen laufen auf Hochtouren:

Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte besuchen, Geschenke kaufen, Haus putzen, Projekte beenden, Jahresabschluss vorbereiten, Weihnachtsfest mit der Familie planen, Kekse backen, Haus schmücken uvm.. Zu guter Letzt wollen Sie natürlich auch gut aussehen, immer gut drauf sein, gute Laune haben und frohlocken. Sie investieren eine Menge Geld und Zeit, denn die Ansprüche steigen. Nicht nur die der Kinder! Unter normalen Bedingungen müsste man sich klonen, damit alles vollbracht werden kann. Aber Sie schaffen das. Wo bleibt eigentlich die Besinnung?

Können Sie sich das bildlich vorstellen? Haben Sie solche Szenarien vielleicht schon erlebt?

Selbstverständlich überstehen Sie diese Vorbereitungszeit unbeschadet. Endlich ist es soweit. Der Heilige Abend steht vor der Tür und Ihre Gäste auch.

Wie sieht es jetzt in Ihrem Inneren aus? Sie haben geschuftet – das ganze Jahr geackert, alles erfolgreich erledigt. Sie sind stolz auf das, was Sie geleistet haben. (Das dürfen Sie auch sein, denn das ist eine ganze Menge!) Sie merken in Ihrem Inneren, dass Ihre Kraft zu Ende geht. Was Sie jetzt brauchen, ist ein bisschen Anerkennung.

Schauen wir weiter in unserem gemalten Bild: Ihre Eltern kommen zum Festschmaus zu Ihnen, die Kinder sind aufgekratzt, die Spannung steigt. und noch bevor das Christkind beschert, kommt, anstatt der erhofften Anerkennung, dieser eine kritische, gewohnte Satz Ihrer Mutter, wahlweise Partner, Schwiegervater etc. Dieser Satz, den sie schon vorher kommen gesehen haben und der Sie (wieder) aus der Bahn wirft. Ihr innerlicher Vulkan brodelt. Am liebsten würden Sie flüchten oder der Person an die Gurgel gehen.

Ich hoffe für Sie, dass solche Gefühle nicht bei Ihnen ausgelöst werden. Und dennoch weiß ich, dass bei dem ein oder anderen genau das passiert.

Deshalb schenke ich Ihnen das Backrezept, mit dem Sie gelassener durch die Weihnachtszeit kommen werden:

Man nehme:

Klarheit – was genau regt Sie an der Aussage bzw. dem anderen Menschen so auf, dass Sie sich innerlich provozieren lassen? Woher kennen Sie dieses Szenario (gerade bei Wiederholungstätern) – Wenn Sie das herausfinden, können Sie besser damit umgehen.

Wahrnehmung -  bitte lassen Sie sich einen Moment Zeit und spüren Sie Ihr Gefühl. Was kommt da in Ihnen hoch? Wut? Traurigkeit? Arroganz? – Auch Gefühle wollen Beachtung. Sie werden merken, dass es Ihnen mit der Wahrnehmung des Gefühls sofort bessergeht.

Distanz – Sie sind nicht Ihr Gefühl. Verlassen Sie für einen Augenblick den Raum und atmen tief durch, damit sich das Gefühl legen kann.

Wille – Wollen Sie sich tatsächlich provozieren lassen? Wenn ja, dann bitte nicht an den anderen auslassen, sondern nach draußen gehen und schreien (hilft!)

Wenn nein, dann ganz bewusst entscheiden: diesmal nicht! Am besten durchschnaufen, lächeln und damit dem anderen die Zähne zeigen. Durch das Lächeln kann sich Ihr Körper entspannen und sogar Humor entstehen. (Freude wird sich an dieser Stelle wahrscheinlich nicht einstellen, das geht nur bei Profis.)

Die richtige Einstellung -  Bitte vergessen Sie nicht, was Ihr Ziel ist. Was wollen Sie erreichen? Denn die Zeit zwischen Auslöser und Reaktion ist Ihre Verantwortung!!!

Eine positive Vision – bitte stellen Sie sich Ihren Weihnachtsabend als Ihr perfektes Bild vor. Malen Sie sich aus, wie es sein soll. Bitte nicht, wie es nicht sein soll. Allein die Vorstellung eines friedvollen Weihnachtsfestes wird sie entsprechend einstimmen. Dadurch werden Sie entspannter und können nicht so leicht aus der Bahn geworfen werden.

Und wenn es trotzdem passiert?

Bleiben Sie cool und üben Sie. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Seinen Sie gnädig zu sich selbst und bleiben Sie am Ball. Auch in dieser Disziplin braucht es Übung, um erfolgreich zu sein. Und dann macht es Spaß!

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Weihnachtsfest, ganz in dem Sinn, wie Sie es sich vorstellen.

Alles Gute, Karin Kaschny


PS: Und wenn Sie das Rezept üben wollen, empfehlen wir Ihnen das Seminar „Der Fels in der Brandung“. Geeignet in beruflichen wie auch privat herausfordernden Situationen.
Christin Latk, Produktmanagerin

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