Kontakt Seminare
Die Kolumne

Wenn Arbeit Sinn macht

Seit gut fünf Jahren beschäftige ich mich mit New Work. Und das immer wieder aus verschiedenen Positionen heraus. Zuerst als Mitarbeitende und Führungskraft in einer Organisation. Später dann mit dem Filmprojekt AUGENHÖHE und AUGENHÖHEwege. Und seit einem Jahr als Prozessbegleiterin und Coach für Menschen in Organisationen sowie als Thementreiberin in der New-Work-Szene.

Nadine Nobile
Nadine Nobile

Immer mal wieder werde ich gefragt, was denn genau New Work ist und wofür das alles nötig sei. Nun könnte ich mit einer ausführlichen Erklärung zur Genese des Begriffs beginnen und von Frithjof Bergmann, seinem Erfinder berichten. Ich könnte auch Studien zitieren, die aufzeigen, wie die Zufriedenheit und Leistung von Menschen von ihrer Arbeitsumgebung und -situation abhängen. Und doch, wenn ich auf mich selbst schaue, habe ich mich auf den Weg gemacht, die Zukunft der Arbeit mitzugestalten, ohne von all dem zu wissen.

Ein kluger Mensch sagte einmal, „Wenn Du nicht Teil der Lösung bist, bist Du Teil des Problems!“ Dies ist einer meiner Leitsprüche. Denn er treibt an, Lösungen zu arbeiten, anstatt ewig um ein Problem zu kreisen. Er zeigt auf, wo die Verantwortung für Veränderung liegt, nämlich bei jedem selbst. Und er lädt ein, mitzugestalten und die eigenen Ideen und Gedanken einzubringen. Damit ist dieses Leitmotiv ein idealer und vor allem sinnvoller Begleiter für die neue Arbeitswelt.

Denn New Work ist kein Selbstzweck. Die Einladung, die Zukunft der Arbeit mitzugestalten, ist in dieser dynamischen Zeit zur Notwendigkeit geworden. Und dies nicht nur für einzelne Menschen, sondern für Organisationen als Ganzes. In einer Zeit in der Software wöchentlich upgedatet wird, neue Produkte über den Globus hinweg ihre Käufer suchen und auch die Ansprüche von Mitarbeitenden immer individueller werden, braucht es Partizipation und Mitgestaltung all derer, die hilfreiche Beiträge einbringen können. Und so sind die zentralen New-Work-Aspekte Kollaboration, Co-Kreation und Kooperation nicht ein „nice to have“ sondern erfolgskritische Ansätze für die Unternehmensführung und Führungsarbeit der Zukunft.

Und wer mit Begeisterung Neuland entdeckt, neue Pfade erprobt und andere ansteckt, diese Wege gemeinsam zu entdecken, wird sich auch in Zukunft leichttun, Kunden, Kooperationspartner und Mitarbeitende zu gewinnen und an sich zu binden. Macht es also nicht unglaublich viel Sinn, sich damit zu beschäftigen, wie die Zukunft der Arbeit aussehen kann und damit die Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen? Ich finde definitiv und schließe mich nun noch Allan Kay an, der einmal sagte: „Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet!“

Advance - Online lesen!
Verantwortung leben
Advance 01/17
Advance lesen
Der Akademie Newsletter
Werden Sie Teil der Akademie Welt

News exklusiv für Abonnenten

Zum Newsletter anmelden: