Erkenne Dich selbst – die Führungspersönlichkeit ist in Entwicklung

07.02.2020
Das älteste bekannte Coaching-Center in Europa stand in Delphi. Im Tempel des Apollo holten sich schon vor 3.000 Jahren Führungskräfte Ratschläge bei der Priesterin Pythia. Über dem Eingang des Tempels standen zwei Inschriften: 1. „Erkenne Dich selbst“ und 2. „Nichts im Übermaß“.
Susanne Dettling
Susanne Dettling

Diese Imperative haben an Kraft und Gültigkeit bis heute nichts eingebüßt. Führung fängt immer bei uns selbst an: Nur wer sich selbst erkennt und führt, wird auch erfolgreich andere führen. Was bedeutet das für die Entwicklung als Führungspersönlichkeit? Zunächst geht es einmal darum, das Selbstbild zu überprüfen, um

  • ein realistisch-optimistisches Selbstbild zu entwickeln,
  • Mussvorstellungen und unrealistische Erwartungen abzubauen,
  • selbstbeschränkende Glaubenssätze in selbstentsprechende Überzeugungen zu transformieren,
  • authentisch zu sein: alle Anteile unserer Person, auch die ungeliebten, wie z.B. Verletzlichkeit, unsere „Fehler“, „Schwächen“ und Scheitern anzunehmen und
  • einen liebevollen Umgang mit sich selbst zu pflegen.

Vielerorts denken wir noch in Kategorien von Kampf und Konkurrenz. Der Mensch aus neurobiologischer Sicht ist jedoch ein auf soziale Resonanz und Kooperation angelegtes Wesen. Der Kern aller menschlichen Motivation sind gelingende Beziehungen, die auf Achtung, Freude, Wertschätzung, Wohlwollen, Vertrauen und Zuwendung basieren. Dazu braucht eine Führungskraft emotionale Intelligenz. Damit bringt sie das Wertvollste in sich selbst zum Vorschein und lädt andere ein, es ihr gleich zu tun.

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