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Coaching

Die Führungskraft als Coach – wie geht das überhaupt?

Wie unterscheidet sich Coaching von anderen Führungsinstrumenten, welche Vorteile und Nachteile bringt es mir als Führungskraft und wie setze ich welche Fähigkeiten ein? Dies waren die drei Kernfragen des Trainings „Coaching Skills for Managers" für die NXP Semiconductors Austria GmbH in Graz, Österreich. In diesem Inhouse-Training arbeiteten sechs NXP Semiconductors Profi-Manager zwei Tage lang mit dem Ziel, Antworten und Lösungen zu suchen, damit sie Coaching in ihrer alltäglichen Führungspraxis effektiv einsetzten können.

Paul Lutener
Paul Lutener
Bachelor of Arts (Hons.) Humanities

Kernfrage 1: Ganz am Anfang stellte sich schnell heraus, dass eine Abgrenzung zwischen Coaching und anderen Führungsinstrumenten einen notwendigen ersten Schritt in der Zielerreichung leistet. Entscheidend waren insbesondere die Ähnlichkeiten und Unterschiede zur Rolle des Mentors. Die Klärung diente als „Befreiungsschlag" für das Rollenverständnis und den weiteren Umgang mit dem Thema. Besonders zu erwähnen: Der Coach muss kein Fachexperte im Arbeitsbereich des Mitarbeiters sein, um ein guter Coach zu sein. Die Expertise des Coaches liegt stattdessen in der Kommunikation, genauer gesagt, in der Fragestellung, dem Zuhören, der Beobachtung und in der Vernetzung von Antworten zu den gestellten Fragen.

Kernfrage 2: Die Kenntnisse darüber, wie Coaching funktioniert, führten zu einem genaueren Betrachten der Vor- und Nachteile des Instruments. Zeitraubend, eher eine Diskussionsrunde ohne feste Ergebnisse, nicht für jeden Mitarbeiter passend, so die vermuteten Nachteile. Und was ist mit der Berücksichtigung der kulturellen Unterschiede der Mitarbeiter in so einem kulturell-gemischten Unternehmen wie NXP Semiconductors?

Am Ende war aber die Liste der Vorteile nicht nur deutlich länger. Vielmehr hatten die Punkte hier eine viel größere Gewichtung. Vor allem der Vorteil „Ownership" der Lösung schien den Führungskräften vielversprechend bezüglich der Selbstmotivation des Mitarbeiters als auch der Nachhaltigkeit bei Veränderungen. Die Beteiligung des Mitarbeiters bei der eigenen Suche nach Lösungen schafft eine erhöhte Eigenverantwortung, die dem ganzen Team zu Gute kommt. Die Vorteile waren deutlich und die Frage am Ende des Trainings war nicht „ob" sondern „wann" und „mit wem".

Viel Erfolg und auch Spaß hatte die Gruppe in den zwei Tagen in den vielen Praxisphasen. Besonders neue Frageformen aus dem vorgestellten Input haben sie immer wieder ausprobiert und durch Ausprobieren, Üben, Ausprobieren, Üben, die Vorteile des Perspektivwechsels und der indirekten Konfrontation erkannt und „live" erlebt.

NXP Semiconductors ist ein internationaler Konzern und auch am österreichischen Unternehmensstandort sind viele nicht-deutschsprachige Führungskräfte und Mitarbeiter beschäftigt, sodass das Training auf Englisch durchgeführt wurde. Gleichzeitig konnte in einer kleinen Übungsgruppe mit ausschließlich deutsch-sprachigen Teilnehmern maßgeschneidert nach ihrem Bedarf auch wahlweise auf Deutsch geübt werden. Der zwei-sprachige Trainer hat dafür gesorgt, dass sie die Fähigkeiten in beiden Sprachen zu coachen, weiterentwickeln konnten.

Das Inhouse-Projekt „Die Führungskraft als Coach" bei NXP Semiconductors Austria GmbH in Graz war ein Erfolg: Rollenverständnis geklärt, Skills vermittelt, Fragen beantwortet und viele Übungsmöglichkeiten, um Coaching zu verinnerlichen. Jetzt liegt es an den Teilnehmern zu entscheiden, „wann" und „mit wem".

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3. Akademie-Forum am 19.04.2018
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