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Komfortzonen und was sie uns nützen ...

Wir alle kennen das: Der Alltag läuft in seinen wohlgeordneten Bahnen, wir durchschreiten unsere täglichen Routinen – die Dinge fühlen sich vertraut und bekannt an. Wir sind in unserer Komfortzone. Doch dann – aus heiterem Himmel und oft ohne Vorankündigung – geschieht etwas, das uns aus unserem vertrauten Rahmen herauskatapultiert ...

Sigrun Dammit-Sorgatz
Sigrun Dammit-Sorgatz

Was für den einen Spannung, Abwechslung und Abenteuer bedeutet, kann für den anderen ein Gefühl von Bedrohung und Panik erzeugen. Bei manchen Menschen reicht schon ein Arbeitsauftrag in einem neuen Themenfeld aus, um das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz ins Wanken zu bringen. Wie wir auf Neuerungen und Veränderungen reagieren – oder ob wir sie vielleicht sogar ganz aktiv suchen – hängt von diversen Faktoren ab. Neben Aspekten der Erziehung und Prägung spielen hauptsächlich vergangene Erfahrungen und unser soziales Umfeld dabei eine Rolle. Wenn wir in einem Umfeld leben und arbeiten, in dem Veränderungen aktiv gefördert und begleitet werden, stoßen wir auf mehr Verständnis und erleben mehr Rückhalt im Austausch mit anderen. Das hilft wiederum, die eigene Situation im neuen Rahmen auszuloten und sich in den verändernden Gegebenheiten neu zu orientieren.

Bei Veränderungsprozessen in Unternehmen ist zu beobachten, dass den beteiligten Mitarbeitern oft zu wenig Zeit eingeräumt wird, die Veränderung emotional zu erfassen. Die Leitungsebene plant und gestaltet nach bestem Wissen und Gewissen die neue Struktur und kommuniziert diese anschließend an die Mitarbeiter. Diese sollen nun – da ja bereits alles gut durchdacht und geplant ist – die neuen Konzepte möglichst schnell umsetzen.

Dass eine neue Arbeitsstruktur für die Betroffenen starke Emotionen aufwerfen kann, ist vielen Führungskräften nicht bewusst. Gefühle wie Angst vor neuen Aufgaben, Sorge, den zukünftigen Anforderungen nicht gewachsen zu sein oder Trauer um die vergangene Zugehörigkeit zu einer geschätzten Abteilung müssen gesehen und berücksichtigt werden. Das benötigt Zeit – aber vor allem ein kompetentes, empathisches Abholen. Geschieht dies nicht, können verdeckte und offene Konflikte entstehen, die auf das gesamte Unternehmen rückwirken und die Prozesse lähmen oder sogar deren Umsetzung gefährden. Mit gezielten Gesprächen und mit dem richtigen Maß an Einbeziehung der beteiligten Mitarbeiter in den Veränderungsprozess kann der Brückenschlag aus der Komfortzone in die neuen Bereiche gut gelingen. Wenn wir das Gewesene würdigen und unsere Routinen als kraftvollen Ausgangspunkt für das Kommende erfahren, gelingt es schneller und zuverlässiger, auch große Veränderungen zu bewältigen.

Fazit: Unsere Komfortzone ist unser Ressourcenpool! Hier ist alles enthalten, was wir gut können, wobei wir uns kompetent und sicher fühlen. Es ist keine ‚Ausruhzone’, sondern ein Ort von hoher Arbeitseffizienz und bewährten Prozessen. Ein Ort, an dem wir auftanken können, um uns für Neues gut aufzustellen. Denn eins ist sicher: Die nächste Veränderung kommt ganz sicher!

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