Meine Erfahrung mit einer „hybriden“ Coachingausbildung

13.01.2021
Mit all den Einschränkungen, die das Jahr 2020 und die Covid-Maßnahmen mit sich brachten, gab es gleichzeitig eine gewaltige Entwicklung rund um den Globus: Die Digitalisierung hat einen Sprung nach vorne gemacht. Für mich persönlich hieß dies zum einen, dass ich als Trainer nun auch Online-Trainings durchführe und zum anderen, dass ich meine Coachingausbildung im vergangenen Jahr nun zum Großteil im virtuellen Raum absolviert habe. Letzteres hat mich dazu veranlasst, in diesem Blog-Beitrag meine Erfahrungen mit Ihnen zu teilen.
Luca Panzarella
Luca Panzarella

Im Rahmen des Akademie „Intensivprogramm Coaching“ habe ich selbst das erste Mal über einen längeren Zeitraum an Live-Online-Trainings teilgenommen und obwohl (oder gerade weil) ich selbst solche Trainings durchführe, war ich gespannt, wie es mir wohl als Teilnehmer ergehen würde.

Um es vorwegzunehmen: Es hat Spaß gemacht und es war intensiv!

Gleich zu Beginn gab es zwei Tage Online-Training am Stück, welche einen Einstieg in die Thematik und Methodik darstellten. Zwei Tage am Monitor sind anstrengend und man sollte die Pausen nutzen, um mal aufzustehen und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Gleichzeitig sind auch zwei Tage Präsenztraining anstrengend, das schenkt sich meiner Meinung nach somit nicht viel. Viel spannender war für mich zu erleben, wie intensiv insbesondere Partnerübungen in virtuellen „Break-Out-Rooms“, in denen man ungestört zu zweit ein Coachinggespräch üben konnte, waren. Der Gruppe und mir fiel dabei in den verschiedenen Modulen auf, dass man als Coachee in der komfortablen Situation ist, in seinem gewohnten Umfeld (z. B. dem eigenen Wohnzimmer) zu sein, was es leichter macht, auch kritischere Themen anzusprechen. In der Rolle des Coaches in Ausbildung wurde es für uns aber auch herausfordernder, da man im virtuellen Raum z. B. weniger Mimik und Gestik des Gegenübers mitbekommt. Gleichermaßen wurde hier jedoch auch die Achtsamkeit hinsichtlich der reinen Sprache oder auch tonaler Unterschiede geschult und wir bekamen von unseren Lehrcoaches methodische Hilfestellungen, um diese „Wahrnehmungslücken“ zu schließen. Zusätzlich stellten sie auch einige Online-Tools vor, welche das Coachen auf Distanz unterstützen können: vom simplen digitalen Whiteboard bis hin zu virtuellen Welten, in denen man mit Avataren Aufstellungsarbeiten durchführen kann. Das virtuelle Setting hat es hier auch erlaubt, ohne großen Aufwand einen Tool-Entwickler einzuladen und so eine Einführung aus erster Hand zu erhalten. Sozusagen war das virtuelle Medium während der Trainings gleichzeitig Methode und Lernobjekt. Gerade hier waren die Online-Module ein voller Erfolg und am Puls der Zeit, da der Trend zeigt, dass Online-Coachings immer gefragter sind.

Selbstverständlich gibt es wie bei den meisten Dingen nicht nur Vorteile. So haben mir z. B. gemeinsame Kaffeepausen oder gemütliche Abende im Seminarhotel mit den anderen Teilnehmenden gefehlt. Doch zum Glück ist die Ausbildung „hybrid“ und auf Online- und Präsenztrainings aufgeteilt, sodass es auch hierfür die Möglichkeit gab. Jetzt freue ich mich auf das Abschluss-Modul und das Ende einer in vielerlei Hinsicht lehrreichen Coaching-Ausbildung.

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