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Gruppendynamisches Lernen - Da geht noch mehr

Gruppendynamische Erlebnisse von Teilnehmenden während einer Qualifizierung bleiben häufig ungenutzt auf der Strecke ....

..... ein Plädoyer für die Einführung einer weiteren Lernebene!

Gottfried Kommescher
Gottfried Kommescher
Dr. päd.

Qualifizierungen konzentrieren sich in der Regel auf

  • die Vermittlung von Kenntnissen
  • das Ausprobieren von Verhaltensweisen innerhalb bestimmter Simulationen
  • die Reflexion über gemachte Erfahrungen und Möglichkeiten zur Umsetzung in den Arbeitsalltag

und das jeweils bezogen auf ein bestimmtes Fachthema.

Das Lernfeld „Teilnehmende als Lerngruppe“ wird dabei häufig übersehen, obwohl es „natürlicherweise“ immer vorhanden ist und einen zusätzlichen Erfahrungsraum im Umgang mit anderen Menschen bietet.

Wie lässt sich dieses Lernfeld nutzen?
 Teilnehmende erarbeiten gleich nach Beginn einer Veranstaltung „Regeln der Zusammenarbeit“ für die Dauer der Maßnahme. Dazu erfahren sie vorab, worauf es ankommt, wenn sie als „Lerngruppe“ den größtmöglichen Nutzen aus ihrer Arbeit während der Veranstaltung ziehen wollen:

  • Was gehört zu einem Arbeits- und Lernprozess?
  • Wie sieht der Prozess der Zusammenarbeit aus?
  • Und was bedeutet es, diese beiden Prozesse zielgerichtet zu steuern?

Im Verlaufe der gesamten Veranstaltung achten die Trainingsverantwortlichen immer wieder darauf, dass die Anwesenden im Rahmen von kurzen „Boxenstopps“ darüber nachdenken, wie sie gerade als Lerngruppe funktionieren.

Der Nutzen einer solchen zusätzlichen Lernebene in Qualifizierungen für Menschen, die mit anderen Menschen zusammenarbeiten, liegt darin, dass die Teilnehmer

  • wissen, worauf es in einer Gruppe bezüglich Arbeitsprozess und Zusammenarbeit ankommt
  • ein situatives Gespür erhalten, was eine Gruppe gerade benötigt, um in der Sache weiter zu kommen
  • zielgerichtet in den Gruppenprozess eingreifen (Autorität hat, wer die gerade notwendige Prozesssteuerung übernimmt oder für deren Wahrnehmung sorgt!)

Das Lernen in Qualifizierungen wird durch diese zusätzliche Ebene nicht komplizierter, im Gegenteil: Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen sowie die Übernahme von Verantwortung zur Steuerung von Gruppenprozessen erleichtert die Zusammenarbeit und bringt in der Sache qualitativ ganz andere Ergebnisse.

Die explizite Einführung des Lernfeldes „Teilnehmende als Lerngruppe“ ist selbstverständlich Bestandteil der Auftragsklärung noch vor der Durchführung einer entsprechenden Qualifizierung.

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