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Management Made in Germany

„Wir sind jetzt besser organisiert, fokussierter und besser darauf vorbereitet, die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen“, sagt Sandeep Mani Tripathi über die Änderungen, die er nach seiner Teilnahme am BMWi-Managerfortbildungsprogramm in seinem Unternehmen durchgesetzt hat. Als Gründer und Geschäftsführer zweier Unternehmen der Premium Group in Indien, die im internationalen Handels- und Logistikbereich tätig sind, nutzte Tripathi die Gelegenheit, seine neu erworbenen Kenntnisse umzusetzen und Neuerungen im Management einzuführen. Vom Managerfortbildungsprogramm erwartete sich Tripathi einen Einblick in die deutsche Geschäftskultur und damit den Zugang zum europäischen, insbesondere jedoch zum deutschen Markt. Die Premium Group arbeitet jetzt mit deutschen Spediteuren zusammen und für die Zukunft ist ein weiterer Ausbau der Geschäfte geplant.

Julia Moritz
Julia Moritz
Dr.

Tripathis Beispiel ist typisch für die internationalen Teilnehmer des vierwöchigen, vom BMWi finanzierten Managerfortbildungsprogramms. Dieses organisieren wir, die Akademie International, als eines der ausgewählten Fortbildungszentren im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Teilnehmer sind Führungskräfte aus 17 verschiedenen Ländern von vier Kontinenten. Während ihres Besuchs in Deutschland erfahren sie anhand von Best-Practice-Beispielen, wie sich die Businesswelt hier bzw. in Europa gestaltet. Jeweils ein Jahr danach berichten die Teilnehmer im Rahmen einer Follow-up-Veranstaltung – ob in Delhi oder Moskau, in Tunis oder Baku, in Astana oder Peking – über die wichtigsten Veränderungen bei sich selbst und in ihren Unternehmen: Viele gestandene Führungskräfte haben eine andere Geschäftskultur kennengelernt, neue Denkanstöße bekommen und dadurch ihre Sicht auf die Dinge zuhause verändert. Sie fangen an, Aufgaben besser zu delegieren, Prozesse strukturierter zu organisieren, ihren Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung zu übertragen, mehr auf ihre Work-Life-Balance zu achten, ihre Zeit effizienter einzuteilen und ihre Unternehmens- und Führungskultur zu verändern. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer, wie man deutsche Partner identifiziert, kontaktiert, internationale Verhandlungen führt – und wie sie für ihr Unternehmen das Deutschlandgeschäft professionell auf- bzw. ausbauen.

Seit 1999 macht das Team der Akademie International ausländische Führungskräfte „Fit for Partnership with Germany“ – so das Motto des Programms. Rund 60 Fortbildungen für Gruppen mit verschiedenen Branchen- und Managementschwerpunkten sind in Hamburg und anderen deutschen Städten seitdem durchgeführt worden. Daran haben mehr als 1.200 Führungskräfte aus mehr als einem Dutzend osteuropäischer, asiatischer und nordafrikanischer Länder teilgenommen. 80 bis 100 Manager kommen jedes Jahr neu dazu.

Um Menschen aus so unterschiedlichen Kulturen die Grundlagen des „How to do Business with Germany“ beizubringen, braucht es eine ganz besondere Expertise: Wir als Team der Akademie International begleiten Führungskräfte dabei, eine für sie in aller Regel komplett neue Welt zu entdecken. Die zentralen Fragen unserer Arbeit sind dabei: Wie bringe ich Menschen etwas nahe, das so ganz anders funktioniert als sie es gewohnt sind – und wovon sie oft nicht einmal vermuten, dass sie es noch nicht kennen? Wie gehe ich mit ihrem Kulturschock um und mache ihnen klar, dass jede Geschäftskultur ihre Berechtigung und innere Logik hat, und zwar die beste für ihre jeweiligen Herausforderungen? Mit welchem Wissen und Können muss ich sie ausrüsten, damit sie sich als professionelle und seriöse Partner in Deutschland präsentieren können und genau verstehen, wer hierzulande für sie der passende Partner wäre? Wie bringe ich Geschäftsleute aus beiden Ländern zusammen, sodass beide Seiten davon nachhaltig profitieren? Welche Netzwerke in der Wirtschaft sind dabei wichtig? Unser Aufgabenspektrum ist sehr breit, und wir haben oft mehrere Hüte auf: Konzeptentwickler und Programmplaner, Business-Coaches und Trainer, Fremdenführer, Experten für internationale Geschäftsanbahnung bei individuellen Wirtschaftskontakten und Moderatoren bei Unternehmensbesuchen mit der ganzen Gruppe, Feedbackgeber bei den Gruppen-Auswertungsrunden, Vermittler zwischen den verschiedenen Geschäftswelten und, je nach der Heimatkultur der jeweiligen Teilnehmer, „Lehrer“, „Familienmitglied“ oder „Pionierleiter“.

 Die Aufgaben sind so komplex wie unsere heutige globalisierte Welt. Das Ergebnis lässt sich aber recht klar zusammenfassen: Unser Programm qualifiziert internationale Manager als Deutschland-Experten in ihren Herkunftsländern und ermöglicht es ihnen, ihre Unternehmen „Fit for Partnership“ in der globalen Geschäftswelt zu machen.

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