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Neues Arbeiten geht nicht in alten Mustern

Über die notwendige Transformation unserer Arbeit im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung ist omnipräsent. Schlagwörter wie „Arbeiten 4.0“ und „New Work“ sind inzwischen zu festen Begriffen geworden. Die Digitalisierung bleibt und sie verändert damit nicht nur unsere Arbeit und unser Leben nachhaltig, sondern stellt auch Geschäftsmodelle und Geschäftszwecke radikal auf den Kopf. Eines ist dabei klar: Neues Arbeiten geht nicht in alten Mustern. Doch welche Strukturen müssen gegeben sein, um Zusammenarbeit und Kollaboration zu fördern und Raum für Innovation zu geben?

Jakob Schmalöer
Jakob Schmalöer

„Neue Arbeit“ steht auf jeder Agenda, Organisationen haben tolle Konzepte in der Schublade – aber oft hakt es in der praktischen Umsetzung. Denn die digitale Transformation stellt Unternehmen vor große Herausforderungen – die neuen Rahmenbedingungen und Anforderungen durch die Umwelt fordern neue Strukturen und grundlegende kulturelle Veränderungen in Unternehmen. Flexibilisierung und Vernetzung sind dabei die wichtigsten Voraussetzungen für eine ganzheitliche Digitalisierung. Nur die Unternehmen, die an Strukturen und Arbeitsformen nachhaltig etwas verändern, können in einem immer komplexeren digitalen Markt bestehen und werden in fünf Jahren noch erfolgreich, innovativ und kreativ sein.

Doch wie kann eine Lösung aussehen? Sie ist einfacher, als viele denken. Denn Unternehmen haben meist schon alles, was sie für die Gestaltung ihres digitalen Wandels brauchen: die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das benötigte Wissen ist bereits im Unternehmen, es muss nur aktiviert werden.

Raus aus den Silos!

Flexibilisierung und Kollaboration sind grundlegend für eine ganzheitliche Digitalisierung. Beides ist jedoch in Silos nicht möglich. Ein Großteil des Wissens liegt in den Köpfen der Mitarbeiter*innen. Wie sollen aber echter Wissenstransfer und Vernetzung funktionieren, wenn Mitarbeiter*innen in ihren Silos arbeiten? Sie brauchen Strukturen und Arbeitsweisen, die kreatives, innovatives und freies Denken nicht nur zulassen, sondern aktiv fördern. Die eigene digitale Transformation beginnt in Firmen also immer mit der erfolgreichen Vernetzung von Mitarbeiter*innen und einer Flexibilisierung der Arbeitsmodelle und Strukturen – und einem dadurch ermöglichten lebendigen Wissenstransfer.

Top-down oder Bottom-up?

Hier kommt das Thema Führung ins Spiel. Hierarchische Strukturen, Präsenzkultur und Silo-Denken – das funktioniert in Zeiten der Digitalisierung nicht mehr. 

Vernetztes Denken erfordert vernetzte Strukturen. 

Flexibles Handeln flexible Arbeits(zeit)modelle. 

Flache Hierarchien, interdisziplinäres Arbeiten, mehr Spielräume für Kreativität.

Dass tiefgreifende Veränderung nicht einfach von oben angeordnet werden kann, hat sich inzwischen herumgesprochen. Top-down angeordnete „Change Prozesse“ sind selten vielversprechend oder kommen wirklich bei den Mitarbeiter*innen an.

Bottom-up-Ansätze werden immer wichtiger – denn nur wer mitreden und mitgestalten darf, kann auch Veränderungen nachhaltig mittragen. Doch ganz ohne Top-down-Signale funktioniert auch das nicht richtig.

Erfolgreicher Wandel braucht also beides: 

Impulse und Signale von oben und 

gleichzeitig die Mitgestaltung und Mitbestimmung der Mitarbeiter*innen.

Mitarbeiter*innen, die mitdenken, eigenverantwortlich Lösungsvorschläge einbringen und Engagement zeigen – davon profitieren alle. Unternehmen werden agiler, kreativer, innovationsfreudiger, reaktionsschnell und damit letztlich erfolgreich. So entstehen atmende Organisationen, die für die digitale Transformation nicht nur gewappnet sind, sondern diese aktiv mitgestalten können.

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