Im Entscheidungsprozess unerlässlich – Selbstcoachingtools um eigene Klarheit zu finden

15.10.2019
Natürlich wissen Sie, dass wir jeden Tag sehr viele und die unterschiedlichsten Entscheidungen treffen. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst und manchmal gar nicht. Wenn wir Entscheidungen gar nicht treffen, dann ist das auch eine Entscheidung und es kann passieren, dass uns diese abgenommen wird.
Karin Kaschny
Karin Kaschny

Entscheidungen treffen – so bekommen Sie den richtigen Schubs

Alle kennen ihn und keiner glaubt es… die einfachsten Methoden sind meistens am effektivsten.

Natürlich wissen Sie, dass wir jeden Tag sehr viele und die unterschiedlichsten Entscheidungen treffen. Manchmal bewusst, manchmal unbewusst und manchmal gar nicht. Wenn wir Entscheidungen gar nicht treffen, dann ist das auch eine Entscheidung und es kann passieren, dass uns diese abgenommen wird.

 

Es gibt Entscheidungen, die fallen uns leicht und andere eben nicht. Haben Sie gewusst, dass „Entscheidungen treffen“ zu den sogenannten situativen Ängsten gehört? Ängste können uns daran hindern, in Handlung zu kommen. (Dr. Susan Jeffers)

Was genau macht uns denn Angst? Um dem Charakter von Entscheidung auf die Spur zu kommen, hilft uns die Wortherkunft. Im Wort „Entscheidung“ ist ein anderes Wort versteckt, dass klar auf den Charakter hinweist – die Scheidung – und Scheidung tut weh… sagt ein altes Sprichwort.

 

Wenn ich z.B. eine Berufswahl treffe und mich festlege, dann kann es passieren, dass ich nicht die Freude entwickle, die ich mir vom eingeschlagenen Karriereweg erwarte. Anstatt mich über diese eine Möglichkeit zu freuen, bin ich verunsichert, denn ich entscheide mich gegen alle anderen Möglichkeiten und verbaue mir damit meine Entscheidungsfreiheit – denke ich zumindest. Je nachdem, in welche Richtung ich schaue und fokussiere, kann ich Angst bekommen, die falsche Entscheidung zu treffen.

 

Entscheidungen legen meinen Weg fest und bringen dadurch Klarheit. Eine klare Meinung zu haben, zu der ich stehe, kann einschränkend sein und mich zögern lassen.

 

Nehmen wir einen konkreten Fall aus dem Geschäftsalltag:

Als Führungskraft haben Sie zwei vergleichbare Lieferanten, für die Sie sich entscheiden könnten. Qualität, Preis, Zuverlässigkeit usw. sind absolut gleichwertig. Sie haben Ihre Hausaufgaben gut gemacht. Alle Informationen sind betrachtet, alle Pro- und Contra-Listen erstellt und Entscheidungsmatrizen verglichen.

Natürlich wollen Sie die richtige Entscheidung treffen und keinen Fehler machen.

 

Wie gehen Sie jetzt vor? Es ist eine absolute Pattsituation.

Ihr Verstand spricht unbewusst mit Ihnen: „Nimmst du Lieferant A, dann bezeichnest du ihn als richtig und Lieferant B ist falsch. Entscheidest du dich für Lieferant B, dann ist dieser richtig und Lieferant A ist falsch.“ Der Verstand setzt Ihnen in diesem Fall ganz schön zu.

Das heißt, egal wie Sie sich entscheiden, es ist immer die Variante dabei, bei der Sie einen Fehler machen können.

Gerade im Business wollen wir alles richtig machen, uns beweisen und das Beste für unser Unternehmen erreichen. Genau das ist der Punkt, warum es uns oftmals so schwerfällt, eine Entscheidung zu treffen.

 

Wie wäre es, wenn Sie sich vorstellen, dass beide Möglichkeiten richtig sind, egal für welchen Lieferanten Sie sich entscheiden?

Unsere Gleichung sieht dann so aus: „Entscheide ich mich für Lieferant A, ist das die richtige Wahl und entscheide ich mich für Lieferant B, dann ist das auch die richtige Wahl.“

Jetzt können Sie keinen Fehler machen! Bitte unterschätzen Sie nicht Ihr Unterbewusstsein und spüren Sie den Unterschied. Egal wie Sie jetzt entscheiden, es ist immer richtig!

 

Leider hilft uns das nur einen kleinen Schritt weiter, denn jetzt braucht es eine Institution, die hilft, das Quäntchen Überzeugungskraft zu generieren, mich für eine der beiden Varianten zu entscheiden.

Meine Empfehlung: Werfen Sie eine Münze! Sie lachen? Probieren Sie es aus.

 

Wenn Sie jetzt werfen, und das meine ich tatsächlich ernst, dann achten Sie auf Ihre Gedanken, wenn die Münze gefallen ist. Kopf steht für Variante A, Zahl für Variante B. In dem Moment, wo Sie das Ergebnis sehen, kommt die Reaktion aus dem Bauch, dem unterbewussten Bauchgedächtnis. Entweder Sie denken: „Ahhh…, das habe ich gleich gewusst.“ oder „Ohhh nein, das wollte ich doch nicht.“

 

Es ist unser emotionales Erfahrungsgedächtnis, dass hier für uns die Entscheidung trifft und nicht der Verstand. Die Geschwindigkeit, die aus unserem Gefühl kommt, kann unser Verstand nicht leisten. Unbewusst haben Sie schon längst Ihre Wahl getroffen und auf Ihrer Festplatte abgelegt. Allerdings ist uns unbewusst eben nicht zugänglich. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit und umgehen unseren zweifelnden Verstand.

Sie greifen mit dem Münzwurf direkt auf die unbewusste Festplatte zu. Der Verstand hat für einen Moment Pause.

 

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Mit dem „Münze werfen“ haben Sie ein weiteres Entscheidungskriterium dazu gewonnen. Jetzt ist es sinnvoll, vor dem Handeln wieder Ihren brillanten Verstand zu nutzen und die neue Erfahrung einfließen zu lassen.

 

Probieren Sie es aus, auch wenn Sie jetzt schmunzeln. Diese Methode ist so einfach, dass wir glauben, dass es nicht funktionieren kann oder es als „Kinderkram“ bezeichnen.

Allerdings sind es oft die einfachsten Methoden, die uns schnell und effektiv weiter in die richtige Richtung schubsen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und Entscheiden.

Wenn Sie Lust haben, noch andere einfache, ungewöhnliche Entscheidungsmethoden auszuprobieren, dann besuchen Sie mein Seminar Souverän entscheiden mit Kopf, Bauch und auch unter Zeitdruck .

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