Talentmanagement 4.0 – gemeinsam agile Karrieren von morgen gestalten

09.08.2019
Der Wandel der Arbeitswelt verändert Karrierebegriffe, Arbeitsmärkte und Berufsbilder. Die Verantwortung für Karrieregestaltung und Employability haben zukünftig Beschäftigte und Unternehmen gemeinsam.
Gesa Weinand
Gesa Weinand

Denn die Generationen Y und Z erwarten viel mehr Unterstützung bei der eigenen Karrieregestaltung als ihre Vorgänger. Richtig gemacht können Sie jedoch damit gleichzeitig mehr Talente anziehen und diese langfristig binden.

 

Fachkräftemangel und VUCA-Welt, die Veränderungen der Arbeitswelt 4.0, erfordern auch neue Wege im Talent Management. Denn die Generationen Y und Z haben andere Ansprüche an Unternehmen als die Generationen zuvor. Neben den Wünschen nach einer sinnstiftenden Tätigkeit, einem guten Betriebsklima und ausreichend Möglichkeiten einer gesunden Work-Life-Balance stehen bei den Millennials vor allem die Weiterentwicklungsmöglichkeiten hoch im Kurs.

 

Denn diese Generationen erwarten nicht länger eine Job Security, also eine Beschäftigungssicherheit, sondern vielmehr eine Career Security. Damit ist die Erwartung gemeint, dass Unternehmen sich auch für die Employability der Beschäftigten mitverantwortlich fühlen. Für Unternehmen bedeutet dies, nicht länger nur die Top-Performer in Talent Pools zu konzentrieren oder vereinzelte Nachfolgeregelungen zu planen, sondern mit allen Beschäftigten an deren Karriereentwicklung zu arbeiten.

 

Idealerweise sind sich dabei die Beschäftigten, unterstützt durch entsprechende Angebote im Unternehmen, im Klaren, was sie können und was sie wollen, und gehen in den Austausch mit dem Arbeitgeber über gemeinsame Möglichkeiten der Karrieregestaltung. Da die Loyalität zum Arbeitgeber beziehungsweise zum Unternehmen in diesen Generationen von genau solchen Perspektiven abhängig sein wird und ansonsten die Verweildauer im Unternehmen bei 2-3 Jahren liegt, tun Unternehmen gut daran, in einen sehr intensiven und kurzzyklischen Diskurs zu gehen.

 

Dieser kann unter Umständen sogar dazu führen, dass, sofern es gerade keine Entwicklungsperspektive im eigenen Unternehmen gibt, auch in anderen Unternehmen nach weiteren Beschäftigungsmöglichkeiten Ausschau gehalten wird und durch eine kontinuierliche Kontaktpflege, wie wir sie aus Alumni-Netzwerken kennen, vielleicht nach ein paar Jahren dann wieder eine Beschäftigung in diesem Unternehmen für beide Seiten vorstellbar ist.

 

Wenn Sie mehr darüber erfahren und sich mit mir über diese neuen Perspektiven des Talent Managements austauschen wollen, finden Sie mich am 18.09. am Stand der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft auf der Messe Zukunft Personal.