Wer bin ich ONLINE? – Was die Kamera über Dich erzählt

13.01.2021
Zu Beginn unseres virtuellen Trainings „Wer bin ich ONLINE?“ äußert sich das Unbehagen vieler Teilnehmer mit dem, nun mittlerweile nicht mehr ganz so neuen Medium meist so: „Es geht ja bei virtuellen Meetings so viel verloren“, „Ich erreiche die Anderen gar nicht mehr“, „Die machen ja alle die Kamera nicht an, ich spreche meist in ein schwarzes Loch“ oder „Es ist unmöglich, echte Nähe herzustellen“. Und das ist auch kein Wunder.
Raphaela Dell
Raphaela Dell

Denn bei der Ermittlung ihres individuellen digitalen Reifegrads stellen Teilnehmer immer wieder fest, wie weit ihre diesbezügliche Kompetenz immer noch weit hinter den eigentlichen Möglichkeiten zurückbleiben. Das liegt einerseits natürlich daran, dass die meisten im beruflichen Alltag zu wenig Zeit haben, sich mit allen Facetten von beispielsweise ZOOM vertraut zu machen, andererseits ist es auch wenig ansprechend, mit sich selbst ein Meeting zu veranstalten.

Die meisten Menschen arbeiten zwar derzeit mit den neuen Tools für Live-Online-Kommunikation, nutzen aber bei Weitem nicht alle Möglichkeiten der Anbieter, Meetings, Trainings oder Präsentationen bewegend und interaktiv zu gestalten.

Und wenn da niemand am anderen Ende der Leitung sitzt, der ihnen gezieltes Feedback gibt, wie sollen sie da wissen, ob sie gut wirken und ob die gesendete Botschaft präzise ankommt? Der von allen Teilnehmern am meisten unterschätzte Faktor: der souveräne Umgang mit der Kamera.

  • Das A&O jeder gelungenen Online-Begegnung ist der direkte Blick in die am oberen mittleren Rand des Monitors platzierten Kamera. Nur mit einem direkten Blick in die Kamera ist im virtuellen Raum ein ernsthaftes Beziehungsangebot möglich. Damit ist kein Fixieren oder Starren gemeint, sondern der lebendige Wechsel zwischen der Beobachtung der Teilnehmer auf dem Screen und der unmittelbaren Anrede zu ihnen.

Die auf dem Screen auf Briefmarkengröße reduzierte Selbstansicht haben die meisten Teilnehmer den Eindruck, dass „so viel an Wirkung verloren geht“. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.

  • Die Kamera sieht weitaus mehr, als man denkt. Und sie erzählt auch weitaus mehr, als man denkt. Die Kamera sieht nämlich genau, WAS man denkt oder OB man mitdenkt. Nonverbale Kommunikation funktioniert eben auch, wenn wir nur in einem kleinen Ausschnitt zu sehen sind. Mikro-Mimik und -Gestik erzählen genau so viel über uns und wer wir sind, wie der große Auftritt in Präsenz. Privatheit und Desinteresse vermittelt sich im Online-Meeting sogar noch um ein Vielfaches stärker.

In Online-Meetings, egal welcher Couleur, kommt für den Moderator eine neue Rolle, nämlich die des „Gastgebers mit Steuerungsfunktion“ hinzu!

  • Das erfordert hohe Konzentration und präzise Klärung des Erwartungshorizontes auf beiden Seiten gleich zu Beginn, neue Regeln und die ständige Beobachtung, ob sie auch eingehalten werden. Dazu kommt Souveränität und Geduld sowie Kompetenz bei technischen Problemen, Humor und eine Prise Entertainment. Wie schon erwähnt, die Kamera sieht alles.

Höchste Zeit also, sich umfassend mit den Möglichkeiten der virtuellen Welt auseinanderzusetzen und die Chancen, die die Neuen Medien Ihnen bieten, umfänglich zu erkunden. Schärfen Sie Ihr Bewusstsein für die eigene Wirkung auf andere und passen Sie Ihre kommunikativen Fähigkeiten dem neuen, virtuellen Raum an – denn ein souveräner Online-Auftritt braucht Weitblick, Achtsamkeit und Fingerspitzengefühl und viel Übung. Genau darum geht es im „Online-Training: Wer bin ich ONLINE?“

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