ABC-Analyse (2)

Die ABC-Analyse (z.B. Lagerware, Lieferanten, Kunden) nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Sie verfolgt das Ziel, Analyseschwerpunkte zu erkennen, um Ressourcen (Personal, finanzielle Mittel oder auch Zeit) wirtschaftlicher einzusetzen.

Ausgangspunkt war ursprünglich die Analyse von Lagerbeständen und folgte aus der Erfahrung, dass meist ein relativ kleiner Teil der gelagerten Materialien den wertmäßigen Hauptteil am gesamten Lagerbestand ausmacht. 
Hieraus folgt eine Klassifizierung der Materialarten nach ihrem wertmäßigen Anteil am Wert des Gesamtbestandes in A-, B- und C-Materialien. Die Aufteilung in drei Klassen sowie die prozentuale Zuordnung ist jedoch nicht zwingend und kann ggf. erweitert werden. Wichtig ist hierbei die Erkenntnis, dass nicht alle Materialklassen in gleicher Weise zu behandeln sind, da sie mit unterschiedlicher Intensität zur Kapialbindung bzw. Kostenverursachung beitragen.

Anwendungsgebiete der ABC-Analyse

Grundsätzlich kann die ABC-Analyse Analyse anderer Objekte oder Aktivitäten nach zeitlicher Dringlichkeit und wirtschaftlicher Bedeutung genutzt werden. Vor allem im Vertrieb (z.B. Kundenstruktur, Verkaufsgebiete, Produktgruppen), in der Produktion(Kapazitätsauslastung) und in der Beschaffung (Lieferantenstruktur) ist die Zuordnung nach A-, B- und C-Kategorien sinnvoll. Verstärkt wird die ABC-Analyse in Groß- (A), Mittel- (B) und Kleinprojekte (C). So lässt sich beispielsweise feststellen, dass 10 % der Projekte 70 % der kumulierten Projektkosten ausmachen.

Sogar für das persönliche Zeitmanagement stellt die ABC-Analyse ein wichtiges Instrument dar, wenn Aufgaben nach Zeitbedarf, Dringlichkeit und/oder Delegationsfähigkeit klassifiziert werden.

Ausgangsbasis der ABC-Analyse

Bei der Einteilung in drei Klassen wird schnell sichtbar, mit welchem Einsatz welche Wirkung erzielt wird. Der A-Gruppe werden die Mittel zugeordnet, die mit geringstem Einsatz die größte Effizienz (WirtschaftlichkeitNutzen oder Wirkungsgrad) bewirken. In der C-Gruppe befinden sich die Mittel mit der niedrigsten Effizienz.

Durchführung der ABC-Analyse

  1. Auflistung aller relevanten Objekte/Aktivitäten (Kosten, Materialarten, Kunden usw.),
  2. Wertzuordnung bezüglich der festgelegten Analyseziele,
  3. Aufteilung nach prozentualen oder absoluten ABC-Klassen, wobei die A-Gruppe die Elemente mit der größten, die C-Gruppe die mit der geringsten Bedeutung enthält,
  4. Zeit- und Maßnahmenpläne werden ggf. angepasst.