Äquivalenzziffernrechnung

Kalkulationsverfahren, das im Rahmen der Kostenträgerrechnung (Kalkulation) eingesetzt wird, um die Kosten je erbrachter Leistungseinheit zu ermitteln. Sofern die Kosten, die verschiedene Kostenträger (Produkte) verursacht haben, zueinander proportional sind (Sortenfertigung, wie z.B. Mineralölprodukte, Brauerei), können die zu verteilenden Gesamtkosten auch mit Hilfe sogenannter Äquivalenzziffern aufgeteilt werden.

Stellt beispielsweise ein Unternehmen vier Biersorten (Pils, Export, Alt, Weizen) her und sind Produktionsmenge und Materialverbrauch bekannt, so kann auf Grundlage der Materialverbrauchs-Proportionalität eine Äquivalenzziffer ermittelt werden. Wird die Menge mit der Äquivalenzziffer multipliziert, so entsteht in der Summe eine rechnerische Einheitsmenge. Die Gesamtkosten werden dann durch diese Einheitsmenge dividiert. Die Äquivalenzziffern werden dann mit diesem "Schlüsselwert" multipliziert, um die Selbstkosten pro Stück der jeweiligen Sorten zu ermitteln.