Betriebsnotwendiges Vermögen

Das betriebsnotwendige Vermögen (Kapital) ist der Gesamtbetrag, der im betrieblichen (d.h. leistungsbezogenen) Bereich eines Unternehmens gebundenen ist. Er ergibt sich aus der Differenz des betriebsnotwendigen (betriebsbedingten) Vermögens abzüglich der zinslos zur Verfügung stehenden Mittel wie erhaltene Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Zum betriebsnotwendigen Vermögen gehören sämtliche Vermögensgegenstände, die zur Aufrechterhaltung des Betriebszweckes (Betriebsbereitschaft) benötigt werden. Nicht berücksichtigt werden also stillgelegte Anlagen, Finanzanlagen, Beteiligungen u.ä. Zur externen Analyse wird folgendes (vereinfachtes) Rechenschema verwendet:

Gesamtes Vermögen nach Steuer-/Handels-Bilanz

Finanzanlagen, Beteiligungen
+ Sonstige Vermögensgegenstände
+ Wertpapiere des Umlaufvermögens
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Betriebsnotwendiges Vermögen

Für interne Zwecke erfolgen differenzierte Betrachtungen. In manchen Unternehmen wird das betriebsnotwendige Vermögen auf Basis von Zeitwerten und nicht auf Basis von Buchwerten ermittelt. Andere Unternehmen dagegen arbeiten mit Durchschnittswerten (1/2 der Wiederbeschaffungskosten von Anlagegütern).

Da das betriebsnotwendige Vermögen die Bezugsgröße für die Ermittlung der wichtigen Renditekennzahl Return on Investment (RoI) bildet, ist eine möglichst „realitätsnahe“ Berechnung nahe liegend.