Buchführung

Die Buchführung (oft gleichbedeutend mit Buchhaltung) ist die laufende, systematische Dokumentation von Geschäftsvorfällen anhand der vorliegender Belege. Nach § 238 HGB ist jeder Kaufmann verpflichtet, Bücher zu führen und hierbei die sog. "Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung"(GoB) zu beachten. Ausnahme hiervon sind sog. "Minderkaufleute" (§ 4 HGB).

Eine vollständige und zeitnahe Buchführung ermöglicht somit:

  • die Ermittlung des Gewinns oder des Verlustes,
  • die Ermittlung des Betriebsvermögens,
  • die Bemessungsgrundlage verschiedener Steuern,
  • die Kontrolle der Finanzierung und Liquidität.

Darüber hinaus liefert sie wichtige Daten für die innerbetriebliche Kosten- und Leistungsrechnung, Statistik und Planung.

Die gesetzlichen Bestimmungen schreiben kein bestimmtes Buchführungsverfahren vor, allerdings werden bestimmte Mindestanforderungen an die Art und Weise der Aufzeichnungen gestellt.

Als Systematik kommen die einfache Buchführung und die doppelte Buchführung zur Anwendung. Die einfache Buchführung beschränkt sich auf die Erfassung von Zahlungsvorgängen. Eine Bilanz ist hieraus nicht ableitbar, da diese aus Inventur, Vermögens- und Kapitalgegenüberstellung entwickelt wird.

In der Praxis wird heute überwiegend die doppelte Buchführung verwendet, bei der jeder Geschäftsvorfall sowohl als Soll- als auch als Haben-Buchung und auch nach sachlichen Ordnungskriterien (auf Sachkonten im Hauptbuch) erfasst wird.