Factoring

Beim Factoring wird ein Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung direkt an einen Forderungskäufer (Factor) verkauft. Es wird hier, wie bei der Finanzierung Asset-Backed-Securities (ABS), liquide Mittel durch Forderungsverkauf beschafft.

Die Factoring - Finanzierung erfolgt über ein "spezialisiertes" Finanzierungs-Unternehmen (Factor) das die Forderungen von einem Verkäufer (meist) laufend ankauft und die Verwaltung der Forderungen übernimmt. Diese Art von Stand-alone-Finanzierung (internen Finanzierung) eröffnet die Möglichkeit, finanzielle Mittel zu erlangen, ohne zusätzliches externes Fremd- oder Eigenkapital aufnehmen zu müssen, da liquide Mittel über den "Verkauf von Unternehmensaktiva" gewonnen werden.

Prinzipiell ergeben sich bei diesen Finanzierungen Transaktionskostenvorteile, da die Bewertung eines Forderungsbestandes unkomplizierter ist als eine gesamte Unternehmensbewertung.

Funktionen des Factorings

  1. Finanzierung:
    Der Factor kauft die Forderungen meist "laufend" und gewährt bis zu deren Fälligkeit einen Vorschuss von 80 bis 90 Prozent des Forderungsbetrages.
  2. Service:
    Der Factor übernimmt die Verwaltung des Forderungsbestandes (Debitorenbuchhaltung, Mahnwesen und Inkasso, sowie meist Statistische Auswertungen, Bewertungen und Abrechnung von Umsatzsteuer oder Vertreterprovision).
  3. Delkredere:
    Der Factor übernimmt meist auch das volle Kreditrisiko.