Fehlbetrag

“Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag” (§ 268 HGB) erscheint auf der Aktivseite der Bilanz von Kapitalgesellschaften gesondert als der Betrag, der sich bei den auf der Passivseite ausgewiesenen Beträgen unter “Eigenkapital” als Fehlbetrag oder Überschuldung (Negativkapital) ergeben kann. Er zeigt an, dass das Eigenkapital durch den Ausgleich von Verlusten bereits verzehrt worden ist.

Eine Überschuldung ist für eine GmbH ein Konkursgrund (§ 63 GmbHG). Konkurs /Insolvenz können jedoch abgewendet werden, wenn die GmbH noch stille Reserven flüssig machen und so eine tatsächliche Überschuldung vermieden wird. In diesem Fall besteht für die Geschäftsführung noch keine “Konkursantragspflicht”, falls nicht parallel dazu eine (drohende) Insolvenz vorliegt.