Finanzierung Working-Capital

Ein Unternehmen braucht genügend Dispositionsspielraum in Form kurzfristiger liquidierbarer Finanzmittel, um die aus dem "Tagesgeschäft" resultierenden Schwankungen im Umlaufvermögen ausgleichen zu können.

Neben der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens (länger als 1 Jahr), ist die für das laufende Geschäft erforderliche Finanzmittelbeschaffung und ständig kurzfristigen Auszahlungen von zentraler Bedeutung.

Diesen Dispo-Spielraum erhält das Unternehmen durch folgende Handlungsalternativen:

  • Langfristige Finanzmittel werden nicht ausschließlich für nur das Anlagevermögen genutzt, sondern darüber hinaus, auch für einen Teil des Umlaufvermögens, (siehe Working-Capital).
  • Nicht genutzte Kreditlinien werden genutzt, um kurzfristige Auszahlungen tätigen zu können, denen kurzfristig keine Einzahlungen aus Umsatztätigkeit gegenüberstehen (z.B. der "eiserne Bestand" eines Großserienherstellers).

Das Working-Capital bietet aufgrund seiner Längerfristigkeit zudem eine stabilere und meist auch kostengünstigere Kapitalbasis zur Finanzierung eines derartigen Umlaufvermögens.

Zur Abstimmung zwischen Kreditspielraum und Zahlungsfähigkeit werden zweckmäßigerweise Liquiditäts- oder Finanzpläne auf Wochen-, Monats- Quartals und/oder Jahresbasis erstellt. Die eher kurzfristig ausgelegten Liquiditätspläne schaffen dabei eine Übersicht über die anstehenden Ein- und Auszahlungen Die mittel- bis langfristigen Finanzierungspläne dienen dagegen der Optimierung des "Finanzierungs-Mix" vor allem gegenüber den kreditgebenden Banken.