Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV, Erfolgsrechnung) ist Bestandteil des Jahresabschlusses und als solcher eine Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen des Unternehmens innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Saldo zwischen Erträgen und Aufwendungen zeigt den Jahreserfolg (Gewinn, Verlust) des Unternehmens an.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung, der Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag, stimmt mit dem in der Bilanz ausgewiesenen gleichnamigen Posten betragsmäßig überein. Aktiengesellschaften müssen zusätzlich noch die Gewinn- und Verlustrechnung um die Überleitung auf den Bilanzgewinn/Bilanzverlust ergänzen und damit die Ergebnisverwendung ausweisen (§ 158 AktG).

Aufteilung in die Erfolgsbereiche

Die Gewinn- und Verlustrechnung hat demnach die Aufgabe, das Jahresergebnis auf folgende Erfolgsbereiche aufzuteilen (§ 275 HGB):

  • Betriebsergebnis
  • Finanzergebnis
  • außerordentliches Ergebnis

Betriebsergebnis und Finanzergebnis bilden zusammen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das vom außerordentlichen Ergebnis abzugrenzen ist.

Ein außerordentliches Ergebnis kommt nur dann zustande, wenn die entsprechenden Aufwendungen und Erträge betriebsfremd oder atypisch sind (§ 277 HGB). Dieser “alltagsuntypische” Fall liegt z.B. bei einer Veräußerung von betriebsfremden Beteiligungen oder Grundstücken vor.

Rechtliche Vorschriften

Für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gibt es keine detaillierten Vorschriften für die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung; es müssen lediglich die Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung (Ordnungsmäßigkeit der Bilanzierung) eingehalten werden.

Bei Kapitalgesellschaften hat die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform zu erfolgen, sachlich zusammengehörende Aufwands- und Ertragspositionen können dabei zusammengefasst und das entsprechende Ergebnis z.B. als Betriebs-, Finanz-, Geschäfts- oder außerordentliches Ergebnis ausgewiesen werden.

Es kann zwischen zwei Gliederungsschemata (siehe: Gewinn) gewählt werden, dem:

  • Gesamtkostenverfahren oder dem
  • Umsatzkostenverfahren.

Nach US-GAAP ist nur das Umsatzkostenverfahren zulässig, während nach IAS beide Verfahren angewendet werden können.