IAS (International Accounting Standards)

Die IAS sind Rechnungslegungsvorschriften, die vom IASC zur weltweitenHarmonisierung der Rechnungslegung erlassen werden. Bislang wurden über 40 einzelne IAS verabschiedet, so dass man voneinem geschlossenen Regelwerk internationaler Rechnungslegungsvorschriften sprechen kann. Dem IAS vorangestellt ist ein Framework, das die Grundzüge der IAS-Rechnungslegung enthält.

Hinsichtlich ihrer rechtlichen Wirkung sind die IAS lediglich “Soft Law”, da sie nur die Verkehrsanschauung des IASC wiedergeben. Soweit aber die nationale Gesetze (z.B. in Deutschland das Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz), die IAS anerkennen, erhalten diese Rechtsnormqualität.

Primäre Aufgabe der IAS ist, wie im Framework gefordert, die Information der Anteilseigner (Shareholder). Für die Besteuerung haben die IAS keine unmittelbare Bedeutung. Andererseits sind die IAS-Normen, ähnlich den US-GAAP-Normen, für das interne Controlling grundsätzlich besser geeignet als die HGB-Vorschriften.

Hauptgrundsätze der IAS

Die Hauptgrundsätze der IAS sind:

  • Fair Presentation,
  • Matching Principle,
  • Materiality Principle und
  • Consistency Principle.

Das Vorsichtsprinzip, wie im HGB gefordert, hat einen weitaus geringeren Stellenwert. Der Grundsatz der Fair Präsentation steht zwar nach IAS im Vordergrund, wogegen nach US-GAAP dieser eher den Charakter eines “Overriding Principle” hat.