Kanban

Der Kanban-Gedanke stammt aus industriellen japanischen Produktionsunternehmen. Nach diesem Prinzip müssen die Werkstücke, die im Fertigungsablauf von der nächsten Produktionsstufe benötigt werden, nicht auf ihre Weiterbearbeitung "warten" (Bringschuld), sondern werden erst bei Bedarf von der nachgelagerten Produktionsstufe angefordert (Holschuld).
Kanban-Laufzettel dienen somit als Fertigungsauftrag für nachgelagerte Fertigungsstellen. Häufig ist es verbunden mit führerlosen Transportsystemen. Ursprüngliches Ziel war die Minimierung innerbetrieblicher Lagerflächen und der damit verbundenenKapitalbindungskosten. Das System ist vergleichbar mit dem deutschen Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS) bzw. mit den Konzepten des Just-in-Time (JIT) und der "schlanken Fertigung" (Lean Production).Der Rationalisierungs-Effekt liegt in den meisten Fällen bei einer Halbierung der betrieblichen Durchlaufzeiten. Durch das Holschuld-Prinzip bewirkt man ein höheres Qualitätsbewusstsein, da die Qualitätskontrolle sofort "vor Ort" erfolgt.