Produktmanagement

Die klassische Betriebswirtschaftslehre stellt als Betriebszweck die wirtschaftliche Produktion in den Vordergrund - das Produkt-Management stellt dagegen die Erreichung eines möglichst hohen Marktanteils als Betriebszweck in den Vordergrund und klärt, wie das Produkt selbst, dessen Herstellungsprozess sowie evtl. auch die Vertriebsaktivitäten zu gestalten sind, damit ein möglichst hoher Marktanteil und/oder Produkterfolg erreicht wird. Produktmanagement beinhaltet im engeren Sinn die Konzentration aller relevanten Produkt-Informationen über ein Produkt, um die Herstellung und Vermarktung optimal zu planen und zu realisieren.

Mit Produktmanagement im weiteren Sinn wird versucht, über alle Funktionsbereiche des Unternehmens hinweg eine optimale Abstimmung von Kundenwünschen und technischen Randbedingungen in der Produktion zu gewährleisten. Organisatorisch bedeutet dies eine optimale Abstimmung "betrieblicher" und "vertrieblicher" Prozesse sowie einer kundenorientierten Produktentwicklung.

Das Produktmanagement wird meist über Funktionen mit Entscheidungskompetenz und Ergebnisverantwortung (Produktmanager) realisiert, kann aber auch ggf. durch die Einrichtung spezieller "Vertriebs-Stäbe" erfolgen. In jedem Fall benötigt ein Produktmanager umfangreiche Kompetenzen gegenüber den Produktions- und Vertriebsstellen sowie der Produktentwicklung und dem Qualitätsmanagement.

Von untergeordneter Bedeutung ist die Einordnung des Produktmanagers in die Hierarchie. Produktmanagement setzt eigentlich ein organisatorisches Mehrliniensystem voraus, bei dem nicht nur Fachkompetenz, sondern auch "Soft-Skills" wie Kooperations-, Kontakt- und Motivationsfähigkeit sowie innovatives Denken mitentscheidend sind.