Rückstellungen

Betriebswirtschaftlich sind Rückstellungen vorgesehen für Aufwendungen und (erwartete) Verluste, die in der laufenden Periode verursacht wurden, deren Eintritt, Höhe und Fälligkeit jedoch ungewiss sind. Rückstellungen haben somit als “Eventualverbindlichkeiten” Fremdkapitalcharakter und werden in der Bilanz auf der Passivseite unter Rückstellungen ausgewiesen.
Man unterscheidet:

  • Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, (z.B. Pensions-, Steuer- und Prozesskostenrückstellungen)
  • Aufwandsrückstellungen, wobei gilt: Aufwand “jetzt” - Ausgabe “später” (z.B. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, Großreparaturen, Garantiefälle, drohende Verluste, Wechselrisiken).

Bei Rückstellungen kann der Zeitpunkt der Bildung wie der Auflösung in weitem Umfang durch den steuerlichen Berater des Unternehmen selbst bestimmt werden, deshalb sind sie auch ein wichtiges Gestaltungsinstrument bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Gewinns.