Situativer BWL-Ansatz

Die situative Betriebswirtschaftslehre geht davon aus, dass es optimale Organisationen, Planungs-Systeme, und Führungsstile allgemein nicht gibt und stattdessen in jeder Planungs- und Entscheidungs-Situation die jeweils aktuelle Umwelt-Situation mit einzubeziehen ist. Anstatt nach Abwägung aller system- oder funktionstypischen Vor- und Nachteile über Handlungsalternativen nachzudenken, stehen im situativen BWL-Ansatz "Wenn-Dann-Überlegungen" unter Einbeziehung der jeweiligen Situation im Vordergrund.

Beispiel eines situativen BWL-Ansatzes

Wenn eine Situation A (als Ergebnis von Produktqualität, Preisstruktur, Mitarbeiterpotenzial, Materialfluss usw.) vorliegt, sollte die Organisationsform X (als Funktion aus Kommunikations-, Informations-, Struktur- und Managementebenen usw) gewählt werden.

Dass derart multi-faktorale Aussagesysteme komplex und schwierig zu praktizieren sind, versteht sich von selbst - andererseits ist das starre Festhalten an "bewährten Optimallösungen" auch nicht mehr zeitgemäß. Modernes Management wird somit durch die Kombination mehrerer "BWL-Ansätze" geprägt sein.