Soll-Ist-Vergleich

Soll-Ist-Vergleiche sind ein zentraler Baustein des Controlling. Dabei werden geplante Ergebnisse (Soll-Werte) mit den tatsächlichen Ergebnissen (Ist-Werten) verglichen. Da eine vollständige Übereinstimmung von Soll- und Ist-Werten illusorisch ist, sollte dies auch nicht das Ziel von Controlling-Aktivitäten sein. Vielmehr sollte eine kooperative Ursachenanalyse im Vordergrund stehen, um künftige Planungen zu verbessern (Coaching-Funktion des Controlling). Es ist wichtig, mögliche Ursachen und Schwachstellen zu finden, damit geeignete Gegenmaßnahmen schnell umgesetzt werden können. So sollten beispielsweise Soll-Ist-Umsätze und -Kosten grundsätzlich monatlich verglichen werden. Andere Soll-Ist-Vergleiche können dagegen durchaus im Quartals- oder Jahresrhythmus erfolgen (z.B. Rentabilitäts-Analysen).

Systembedingter Nachteil

Systembedingter Nachteil von Soll-Ist-Vergleichen bleibt der Vergangenheits-Bezug und der "interne Blickwinkel". So ist es denkbar, dass ein Unternehmen laufend seine Soll-Werte erfüllt, aber trotzdem gegenüber der Konkurrenz abfällt. Abhilfe schaffen hier Branchenvergleiche oder Benchmarkings mit erfolgreicheren (best-practice) Vergleichsunternehmen.