Stab-Linien-System

In der Organisationsform "Stab-Linien-System" wird das funktionelle oder divisionale Liniensystem einer Aufbauorganisation (siehe: Mehrdimensionale Organisation) durch Beratungsstäbe erweitert, die eine beratende Funktionen wahrnehmen. Führungsanweisungen an die Stelleninhaber der Organisationseinheiten werden unverändert von der übergeordneten Instanz erteilt.

Aufbau eines Stabs

Ein Stab besteht aus ein oder mehreren Fachleuten und kann, je nach Aufgabenstellung, in unterschiedlichen Hierarchieebenen angesiedelt werden. Hierarchisch steht er aber außerhalb der vertikalen "Führungsstruktur", da er nicht weisungsberechtigt ist und nur durch Fachkompetenz überzeugen soll.
Es bleibt der Linien-Führungskraft überlassen, den Empfehlungen eines Stabes zu folgen; andererseits kann sich das Nichtbeachten im Misserfolgsfall dann negativ auf die eigene Position im Unternehmen auswirken. Bei nur temporär erforderlicher Stabs-Unterstützung wird in neuerer Zeit auch gerne auf externe Berater zurückgegriffen, die dann die Stabsfunktion auf der jeweiligen Ebene wahrnehmen.

Vorteile des Stab-Liniensystems

Vorteile des Stab-Liniensystems bestehen überwiegend in der Entlastung von Fach- und Führungskräften bei der Entscheidungsvorbereitung und ggf. in einer Verbesserung der "Entscheidungs-Qualität".

Nachteile der Stab-Linien-Organisation

Mögliche Nachteile der Stab-Linien-Organisation sind eher psychologischer Art, wenn z.B. das "Reinreden" der Stäbe als lästig empfunden wird oder Kommunikation und Informationsaustausch zwischen Linienstelle und Stabstelle nicht "funktionieren".