ZVEI-System

Dieses vom Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie (ZVEI) bereits 1970 vorgestellte Kennzahlensystem (in Anlehnung an das Du Pont-Kennzahlensystem) ist in Deutschland von allen eingesetzten Systemen am weitesten verbreitet und wird branchenübergreifend eingesetzt, da es relativ "allgemeingültig" ausgerichtet ist.

Spitzenkennzahl ist die Rentabilität des Eigenkapitals, von der in mehreren Stufen weitere 74 Kennzahlen abgeleitet werden. Darüber hinaus bestehen noch weitere Hilfskennzahlen. Zur externen Analyse kann das ZVEI-System nur begrenzt genutzt werden, da es auch stark auf interne Daten zurückgreift, die nicht allgemein zugänglich sind.

Wachstumsanalyse

Mit Hilfe einer Wachstumsanalyse sollen insbesondere Kennzahlen-Veränderungen verdeutlicht werden. Hierzu gehören:

  • Vertrieb (Umsatz, Auftragseingang, Auftragsbestand)
  • Ergebnis (Betriebsleistung, Umsatz, Cash-flow)
  • Kapitalbindung (Bestände, Sachanlagevermögen)
  • Wertschöpfung
  • Beschäftigungsentwicklung

Strukturanalyse

Hauptteil ist dann die Strukturanalyse, die zur Analyse der Ertragsfähigkeit des Unternehmens dient. Ausgehend von der Eigenkapitalrentabilität wird die Gesamtanalyse vorgenommen, wobei wiederum die Kennzahlen Rentabilität, Ergebnis, Kapitalstruktur und Kapitalbindung jeweils Gegenstand der Untersuchung sind.

Gleichartige Kennzahlen, die entweder nur Bestandszahlen oder nur Bewegungszahlen sind, werden als Kennzahlen vom Typ A bezeichnet. Dementsprechend handelt es sich bei Kennzahlen, die sowohl Bestands- als auch Bewegungszahlen enthalten, um Kennzahlen vom Typ B. Als Planungsinstrument erlaubt das ZVEI-Kennzahlensystem einen Vergleich der tatsächlichen Effizienz der Unternehmung mit den Zielvorstellungen der Unternehmensleitung.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass das ZVEI-Kennzahlensystem einen ersten Schritt im deutschen Sprachraum darstellt, ein brachenunabhängiges Informationssystem zum Zwecke der Unternehmenssteuerung zur Verfügung zu stellen.